“Dahingesagt, windig, Worte ohne Wiederkehr. Die Inseln der Ägäis, wie von Götterhand gewürfelt, stören sich nicht an Winden und Stürmen. Auch nicht an den Menschen, die auf ihnen leben.
Was bleibt, ist, was diese treibt. Und dennoch tragen Worte wert, wenn sie korrespondieren, Taten also, vermitteln … deren Sinn, entzweifeln.
So begab sich Achilles auf eine Reise, die auf Worten ritt. Wiederkehr, ausgeschlossen. Es dämmerte, als er aufbrach; Mondschein verband sich mit den ersten Sonnenstrahlen, als Fusion, als den Kreislauf des Lebens vermittelndes Licht, das sich auf Achilles Gesicht legte und dessen Entschlossenheit akzentuierte. Sein Gold, das er bis zu jener Stunde des Wandels angehäuft hatte, begrub er, indes nicht, ohne die Stelle zu markieren, auf dass er es wiederfände, kehrte er vielleicht doch, wider die halbgöttliche Prophezeiung mutternder Mahnung, dereinst zurück. Achilles, in den Schultern und Armen stark wie Jason, im Kopf so klug wie Nestor, groß gewachsen, mit Beinen wie aus gedrechseltem Elfenbein, befähigt eines federnden Ganges, holte er raschen Schrittes aus, schaute aus ozeanblauen Augen zurück, hinter sich, zum Portal seines Hauses, sich dabei eine Strähne des schulterlangen, sommersonnenblonden Haares zurückstreichend, zum vorläufigen Ende eines Lebensabschnittes. Er wusste wahrlich genau, warum er nun fortging um zu finden, was er eigentlich nicht suchen wollte, weil er es – entsprechend seiner „DNA“ – für selbstverständlich hielt, für täglich Brot, für sein Alles: Ruhm, Anerkennung, die Macht, zu lenken tausend Hände. Und genug Gold, diese zu bezahlen.
Sein Ende, bekannt, dank Homers Ilias. Und es hallt nach bis ins Jetzt …
Zu erschaffen, was uns treibt, bedingt, zu verlassen, was wir sicher glauben.
Achilles hatte eben dies erkannt. Und trotz des Wissens, beim Erschaffen der Erfüllung seines Traumes von Ruhm, Ehre, Macht und Gold im Überfluss, zu sterben, ging er diesen Weg.
Herr über Leben und Tod so vieler Zeitgenossen mag er gewesen sein, furchteinflößend … man sagte gar, fähig einen Mann mittlerer Größe wie Leinen zerreißen zu können … aber von ihm wissen wir, dass Stillstand zwar Leben bedeuten kann, aber Wagnis, Einsatz, Mut bis in den Tod, die Zukunft zu knüpfen vermag.“