Existiert nicht jene Stunde, in der die Zeit als belanglos dahin treibt? Fast so, als verginge sie erst gar nicht? So, als bildete sie eine Blase in der man sich wiederfinden kann und die im Nirgendwo schwebt? Oder schwelt, als wäre sie gleichsam die Glutasche alles Gewesenen? Ja. Es gibt sie, diese Art Stunde. Jetzt ist so eine. Wie Treibgut in sie hineingeraten, gespült des – ach, so seltenen – Müßiggangs wogend Kraft, bin ich in ihr, bin ihrer Teil, und betrachte alles um mich herum in beinahe unverschämter Gelassenheit. Beinahe … Und so erfüllend, glückselig, fordernd, wunderschön, traurig oder schreckensecht der Rest als Leben auf sich in seiner Daseinsform pocht, dramatisch oder nicht, so ist es vielleicht sie, diese rare Stunde, die – gleich nach dem Wissen, geliebt zu werden – am wertvollsten dünkt.
Was für eine Stunde.
Was für eine Gunst.
Was für ein Licht. Bitte, Stunde, vergehe nicht …