WEIHNACHTSTRAUM

„Hörst du den Schnee fallen, Liebste? Kein Wind, der ihn die Richtung ändern ließe, keine Bö, die ihn verwirbelt, keine Sonne, die ihn schmilzt; lotrecht deckt er zu, was sich bis eben noch millionenfach in Eigenschaften gleichsam exaltierte. Einfach alles was zu sehen ist, und so manches, was nicht zu sehen ist. Weiss gewandet scheint alles fusioniert.

Unzählige Flocken entfalten so ihren Zauber, doch jene mir nah fallende fesseln meine Blicke, denn sie tragen dein Gesicht. In kristalliner Schönheit bist du überall, bedeckst mein Haupt, benetzt mir die Lippen, zeichnest mir die Epauletten und entfachst meine Träume wider die Zeit ohne dich.“