LETTRE AUX FILS

Im Schatten eines Baumes – und wie sollte es anders sein, eines Früchte tragenden Apfelbaumes – sitze ich und … bin. Was die Sonne zersetzt, dörrt, hinwegfegt, entwässert, mit gleißendem Strahlen, bleibt – transzendental – haften, als Reminiszenz und Erkenntnis. In mir.

Was war, geschah.

Was kommen mag, wird vorbei sein, bevor erneut die Zukunft fatalistisch an die Pforten klopft. Doch um euch zu wissen, ihr meine Söhne, ist Glück in Reinkultur. Wie also … wie … könnte ich nicht glücklich sein, trotz des Wissens, dereinst ohne Chance auf Wiederkehr geschehen zu sein?

“aller toten tränen waschen mich, sintfluten branden,
ins gebälk,
es zerbirst;
so viele jener tropfen,
die der himmel barg;
galaxien stürzen,
in mich,
alles anders wird, anders;
nur für eine nacht,
bin ich schwach,
dass kein stolz sich regt,
keine gier mich lenkt,
oder freude meine sinne dünkt,
und liebe mich wanken lässt im lebenssturm; nur schwach ich bin,
für eine frage,
und eine nacht,
so jede antwort glücklich macht.