Mehr Wahrheit als Satire.
Auf Deutsch und На русском языке
„Ein Linker nimmt für sich in Anspruch, das Establishment per se abzulehnen, mit den Unterdrückten der Welt eine geistige Allianz zu bilden, seit Scholz, Baerbock & Co. auch mit der deutschen Regierung. Er ist für Verstaatlichung der Wirtschaft, engagiert sich mitunter für soziale Themen, für den Internationalismus und er ergreift für die Schwachen Partei. „Rechte“ Schwache ausgeschlossen, soweit geht die Liebe nicht; im Gegenteil, hingen sie tot überm Zaun, wunderbar. Neuerdings, en vogue ob der Machtverhältnisse im Deutschen Bundestag, erfreut sich der Linke eines besonderen temporären Zulaufs bei Demonstrationen, vorausgesetzt, Sechzig Euro Tagespauschale dubioser Quellen stehen an.
Ein extremer Linker leitet zudem aus seiner Aversion gegen das Gewaltmonopol des Staates die Motivation ab, diesen zu bekämpfen, gegebenenfalls auch militant. Für ihn sind Bullen Schweine, Nazis deren Notdurft, wobei der Haufen gigantisch groß sein dürfte, bei bald Fünfzehnmillionen AfD-Wählern. Das Nationale ist ihm höchst zuwider; er favorisiert eine Welt, in der alle gleich sind, dabei unterschlagend, dass er selbst nicht gleich sein will. Seine Lieblingsfarbe ist nicht eine, sondern das Regenbogenprisma – oder aber das Tiefschwarz; Letzteres ist mitunter bei geselligem Zusammensein mit Artgenossen in Blockform zu beobachten. Gern plädiert er dabei für den Weltfrieden, während er sich mit kleinen Gewichten ertüchtigt, die er als Umweltschützer dem Straßenpflaster entreißt. Aber bevorzugt skandiert er den Slogan „Luxus für alle“ – und meint mit „alle“ insbesondere diejenigen, die nicht arbeiten. Nicht selten trumpft der Linke übrigens – beim Rauchen einer handgefertigten, linkisch aussehenden Zigarette eigenartig süßlichen Duftes – mit intelligent verschachtelten Argumentationen auf, die an Dialektik und Marx‘ Weisheiten erinnern. Aber nur oberflächlich, denn er weiß nicht, dass Marx nach heutigem Maßstab Rassist war. Oft jedoch tut er sich durch das choral intonierte Schreien sinnfreier Parolen hervor, etwa „Nazis raus!“, obwohl weit und breit kein Nazi zu sehen ist. Das erinnert den neutralen Beobachter dann irritiert ans Tourette-Syndrom, während die gleichgeschaltete Medienmeute den Kampf gegen „Rechts“ feiert.
Nicht selten übrigens haftet dem extremen Linken Benzingeruch an; ein Phänomen, das sich durch sein geheimnisumwittertes Faible für Molotowcocktails erklären könnte, aber Genaues weiß man nicht. Beide, Linker und extremer Linker, verachten die politische Mitte. Sie ist für sie ein fauler Kompromiss, der als „Rechts“ bekämpft werden muss.
Als Rechter empfindet sich, für den Tradition und Nationalität feste Bestandteile seiner selbst sind; verfügt er über einige Hirnwindungen mehr, als der von den Massenmedien propagierte Durchschnitt seiner Gesinnungsgenossen, weiß er seine Einstellung plausibel zu vertreten. Ein übrigens medial kaum vertretenes Exemplar seiner Gilde. Regelmäßig zeigen die Medien nur grunzende, schwachmatisch argumentierende, tumb aussehende Rechte. Sie alle scheinen intellektuell degeneriert zu sein.
Rechter ist zudem, der das Linke, übrigens auch das Liberale, verabscheut, weil aus deren Wirken Veränderungen geschehen, die nichts gemein haben mit den konservierenden Wertevorstellungen seiner Welt. Für einen Rechten, so kolportieren die Linken, sei etwa das Völkische fester Bestandteil seines Weltbildes und alles, was dieses Bild zerstören könnte, wäre nicht gerade sein Freund. Was uns zu seinem rechts neben ihm befindlichen Bruder führt, den Rechtsextremen, mitunter verniedlichend Nazi genannt. Dieser empfiehlt sich nicht gerade für den Deutschen Integrationspreis, ganz im Gegenteil ist er fremdenfeindlich gesinnt und verabscheut „Kanaken“, Juden, Zigeuner, „Ausländerpack“ und dergleichen. Gelegentlich soll er in Bomberjacke, Springerstiefeln und mit einem Baseballschläger bewaffnet auf der Jagd beobachtet worden sein. In aller Regel trägt er Glatze, wohl ob des Unterscheidungszwecks um im Jagdeifer Freund von Beute auseinanderhalten zu können. Als Rechter weiß er Haupt- und Nebensatz nicht zu differenzieren, artikuliert sich eher plebejisch denn wie ein Patrizier. Auch dieses Bild ist den Medien zu verdanken; es wurde gezeichnet. Beide, Rechter und Ultrarechter, verachten die politische Mitte. Sie ist auch für sie jeweils ein fauler Kompromiss. Darin sind sich Linke wie Rechte einig.
So (oder so ähnlich) stellen sich die politische Links-Mitte, die „Fäkalaisistischen Medien“ und nicht zuletzt der genormte Ottonormalbürger „Links“ und „Rechts“ vor, wobei Links medial als gut verortet wird und Rechts als misanthropisch.
Seit dem Massenansturm von überwiegend wirtschaftlich motivierten Flüchtlingen aus aller Welt hat sich noch mehr getan: Auch wenn sie den Wohlstandsniedergang der Republik bedeuten, Linke – und Linksliberale wie die links gespülte Ex-Mitte – heißen von Kongo bis Kundus alle willkommen und freuen sich auf die bunte Vielfalt. Paradoxerweise, denn die meisten von den Ankömmlingen können vermutlich mit dem Begriff Links gar nichts anfangen; in deren Herkunftsländern würden Linke absehbar als subversive Elemente mindestens ausgepeitscht, wenn im Extremfall nicht geschächtet.
Rechte wiederum lehnen die Flüchtlinge im Großen und Ganzen ab, sprechen von einer dramatischen Überfremdung Deutschlands, von einer Welle, die gestoppt werden müsse (bevor sie als Tsunami alles Deutsche verschluckt). Deshalb – so wird es längst nicht mehr unter dem Deckmantel des Verschwörerischen gemunkelt – sollen sich Teile der Rechten u.a. auch als Identitäre, Reichsbürger, Freie Sachsen organisiert haben. Farb-politisch Dumpfbraun getüncht, während eine gewisse AfD-Partei ein Quentchen farbenfroher als rechtspopulistisch aufwarten soll.
Sicherlich wissen Sie, liebe Leser, dass wir die Unterscheidung der politischen Richtungen in Links und Rechts der Französischen Revolution zu verdanken haben? Seinerzeit entstand eine Aufsplittung der politischen Richtungen in der dortigen Nationalversammlung, dem Convent, in zwei Extreme, die sich unversöhnlich gegenüberstanden, auch physisch und optisch: Nämlich als die linke Seite „le côté gauche“, und die rechte Seite „le côté droit“ .So fing der Zinnober an. Die einen waren republikanisch wie revolutionär gesinnt, die anderen monarchistisch wie konservativ (wirklich sehr kurz gefasst). Ich stelle mir vor, dass die Franzmänner seinerzeit eine umgekehrte Sitzordnung gewählt hätten und Glatzen-Enrico würde als Linker gelten, und Rasta-Johannes wie Olaf Scholz als Nazi.
Zeit ist’s, mit dieser Einteilung in Links und Rechts aufzuräumen. Sie ist überlebt, und obendrein widersinnig. Längst sind die Grenzen verschwommen, Grüne agieren gefühlt neo-faschistisch, und die so genannte Politische Mitte scheint sich als ein „links-gleichgeschalteter Einheitsblock“ zu formieren.
Indes, einen durchschnittlichen AfD-Wähler als demokratiefeindlichen Rechten abzustempeln, ist in etwa genauso fehl am Platz, wie jeden Grünen als Kinderschänder, nur weil es in der Vergangenheit seitens einiger führender Grünen-Politiker mal den Versuch gegeben hat, Sex mit Minderjährigen zu legalisieren. Der hanebüchene Vorschlag war zwar rasch Geschichte, aber mit der aktuellen Deindustrialisierung, der Erschaffung eines Babylonischen Schmelztiegels als neues Deutschland und eines grotesk-aberwitzigen wie selten dummen Russen-Bashings und en passant toxischen Ukraine-Vergötterung haben alle links von der AfD wohl Ersatz gefunden.“
На русском языке
ОТ ПОЛИТИЧЕСКИХ ЛЕВЫХ И ПРАВЫХ И ЗАПАХА БЕНЗИНА …
(Больше правды, чем сатиры)
Опубликовано 24 января 2024 года Инго Рим Чудоба (Ingo Rim Chudoba)
„Левый“ утверждает, что отвергает истеблишмент как таковой, формирует интеллектуальный союз с угнетенными всего мира, а со времен Scholz, Baerbock & Co. также и с немецким правительством. Он выступает за национализацию экономики, иногда привержен социальным вопросам и интернационализму и встает на сторону слабых. Исключая „правых“ слабых, любовь не заходит так далеко; напротив, если бы они висели мертвыми на заборе, было бы замечательно. В последнее время, вошедшие в моду благодаря расстановке сил в немецком Бундестаге, левые пользуются особым временным притоком на демонстрациях, если им полагаются суточные в размере шестидесяти евро из сомнительных источников.
Крайне левые также черпают мотивацию для борьбы с государством, при необходимости воинственной, из своего неприятия монополии государства на применение силы. Для него полицейские – свиньи, нацисты – их нуждающиеся в помощи свиньи, а куча, скорее всего, будет гигантской, ведь скоро будет пятнадцать миллионов избирателей AfD. Национальное ему крайне неприятно; он предпочитает мир, в котором все равны, игнорируя тот факт, что сам он не хочет быть равным. Его любимый цвет – не один, а призма радуги – или глубокий черный; последний иногда можно увидеть в блочной форме на светских раутах с другими представителями его вида.
Ему нравится ратовать за мир во всем мире, тренируясь с небольшими гирями, которые он, как защитник окружающей среды, вырывает из асфальта, чтобы попрактиковаться в метании на большие расстояния по движущимся мишеням. Но он предпочитает скандировать лозунг „Роскошь для всех“ – и под „всеми“ он подразумевает, в частности, тех, кто не работает. Кстати, нередко леваки, покуривая самодельную, аляповатую сигарету со специфическим сладковатым запахом, приводят умные и запутанные аргументы, напоминающие диалектику и мудрость Маркса. Но только поверхностно, потому что он не понимает, что Маркс был расистом по сегодняшним меркам. Однако он часто выделяется тем, что хором выкрикивает бессмысленные лозунги, например „Нацисты вон!“, хотя никаких нацистов не видно на многие мили вокруг. Нейтральному наблюдателю это напоминает синдром Туретта, в то время как синхронизированная толпа СМИ празднует борьбу с „правыми“.
Кстати, от крайне левых часто пахнет бензином – этот феномен можно объяснить их загадочной склонностью к коктейлям Молотова, но мы не знаем наверняка. И левые, и крайне левые презирают политический центр. Для них он – гнилой компромисс, с которым нужно бороться как с „правым“.
Те, для кого традиции и национальность являются неотъемлемой частью себя, считают себя политическими „правыми“; если у них на несколько мозговых извилин больше, чем в среднем у их сверстников-единомышленников, пропагандируемых СМИ, они умеют убедительно отстаивать свои взгляды. Кстати, это пример его гильдии, которая практически не представлена в СМИ. СМИ регулярно показывают только хрюкающих, слабо аргументирующих, глупо выглядящих правых. Все они кажутся интеллектуально деградирующими.
Правый – это также тот, кто ненавидит левых, в том числе либералов, потому что их действия приводят к изменениям, которые не имеют ничего общего с консервативными ценностями их мира. По мнению левых, для правого национализм является неотъемлемой частью его мировоззрения, и все, что может разрушить этот образ, точно не будет его другом. Что приводит нас к его брату справа – правым экстремистам, которых иногда банально называют нацистами. Он не очень-то рекомендует себя для получения немецкой интеграционной премии; напротив, он ксенофоб и ненавидит „канаков“, евреев, цыган, „иностранцев“ и тому подобное. Говорят, что иногда его видели на охоте в куртке-бомбере, боевых ботинках и вооруженным бейсбольной битой. Как правило, он носит лысую голову, вероятно, чтобы отличать друга от добычи во время охоты.
Именно так левоцентристы, „фекально-аистичные СМИ“ и стандартизированные обыватели представляют себе „левых“ и „правых“, причем левые воспринимаются СМИ как хорошие, а правые – как человеконенавистники.
После наплыва преимущественно экономически мотивированных беженцев со всего мира произошло еще больше: даже если они означают упадок благосостояния в республике, левые – и леволибералы вроде левого экс-центра – приветствуют всех от Конго до Кундуза и предвкушают пестрое разнообразие (ура, мы становимся беднее). Парадоксально, потому что большинство новоприбывших, вероятно, вообще не признают термина „левые“; в странах их происхождения левых, вероятно, как минимум выпороли бы как подрывные элементы, а в крайнем случае – убили бы.
Правые же, напротив, отвергают этих беженцев в целом и говорят о резкой чрезмерной инородности Германии, о волне, которую необходимо остановить (пока она не поглотила всех немцев). Вот почему – и это уже давно перестало быть слухами под прикрытием конспирологии – часть правых, как говорят, организовала себя как Identitarians, Reich Citizens и Free Saxons, среди прочих. С точки зрения цвета и политики – так утверждают левые – они окрашены в тускло-коричневый цвет, в то время как некая партия AfD в синем якобы борется с демократией (а некоторые левые требуют на демонстрационных знаменах: Убивайте людей из AfD; это пожелание, вероятно, призвано доказать особую любовь левых к демократии).
Вы, конечно, знаете, дорогие читатели, что за различие между левыми и правыми политическими течениями мы должны благодарить Французскую революцию? В то время политические тенденции в Национальном собрании, Конвенте, были разделены на две непримиримые крайности, как физически, так и визуально: левая сторона „le côté gauche“ и правая сторона „le côté droit“. Одни были республиканцами и революционерами, другие – монархистами и консерваторами (в двух словах). Я представляю, что французы того времени выбрали бы обратный порядок рассадки, и Лысый Энрико считался бы левым, а Раста-Иоганнес, как и Олаф Шольц, – нацистом.
Пришло время отказаться от этого деления на левых и правых. Оно устарело и к тому же абсурдно. Границы уже давно размыты, „зеленые“, похоже, действуют в неофашистском ключе, а так называемый политический центр, похоже, формирует „блок левого единства“.
Однако называть среднестатистического избирателя AfD правым так же неуместно, как называть всех „зеленых“ растлителями малолетних только потому, что некоторые ведущие политики „зеленых“ в прошлом пытались легализовать секс с несовершеннолетними.
Это возмутительное предложение быстро ушло в историю, но с нынешней деиндустриализацией, созданием вавилонского плавильного котла в Германии и гротескно абсурдной и на редкость глупой ненавистью к русским и токсичной идолизацией Украины, они, вероятно, нашли себе замену“.