ZEIT, IN DEN SPIEGEL ZU SCHAUEN. ВРЕМЯ ПОСМОТРЕТЬ В ЗЕРКАЛО

Auf Deutsch und на русском

An alle Ukrainer, die sich angesprochen fühlen, die nicht kritikunfähig sind und jene, die frohlocken, dass der s.g. Wertewesten euch mit unserem (Steuer)Geld und Waffen unterstützt …

Всем украинцам, которые чувствуют обращение, которые способны на критику, и всем тем, кто радуется, что так называемый Запад будет поддерживать вас нашими (налоговыми) деньгами и оружием до конца…

Euer Land wurde überfallen und ihr habt das Recht euch zu verteidigen.

Ihr sagt, ihr wollt zu Europa gehören, zum Westen, zur EU, zur NATO.

Auch das ist euer Recht; zu wünschen ist legitim.

Aber ihr seid nicht homogen. Weder ethnisch noch gesellschaftlich, noch politisch; ihr handelt mit euren Wünschen und Taten wider die Interessen, Traditionen und Gefühle eines signifikanten Teils eures Staatsvolkes. Und gegen euren blutsbrüderlichen Nachbarn, dem ihr staatlich entsprungen seid – und ganz oft auch ethnisch; ohne ihn gäbe es euch nicht.

Euer Patriotismus scheint derart überbordend, euer Nationalstolz dermaßen Dritte ausgrenzend, dass der Ruf „Slava Ukraine“ euch zeichnet als den nazistischen Bodensatz eines – wenn auch geringeren – Bevölkerungsanteils, der offen Faschisten verherrlicht. Auch, wenn Jesus‘ Worte gelten mögen: „Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“

Mit Widerworten könnt ihr dabei nicht umgehen; reflexartig fasst ihr Kritik als Angriff auf. Gebt es zu, gerade jetzt, da ihr diese Zeilen lest. „Kremlpropaganda“, werdet ihr sagen …

Ihr wollt Teil des Westens sein und akzeptiert einen Präsidenten, der euch dreist belügt, euch über die tatsächliche Lage im Unklaren lässt, der nicht nur unklug politisch zündelt, und damit euer Leben riskiert. Er lässt einen Teil seiner eigenen Bevölkerung bekämpfen, seit vielen Jahren, und agiert heuchlerisch; „Panama“ (was das bedeutet, ist recherchierbar) ist sein Wesen, die Showbühne sein Elixier. 

Nun kämpft ihr also schon seit zwei Jahren und wähnt euch im Recht; es ist schwer, gegen fallende Bomben zu argumentieren.

Doch der Schein trügt.

Denn das Recht – wie Blaise Pascal einst schrieb – ändert sich wie die Mode. Und ein moralisches Recht besitzt ihr in keinem größeren Maße, als euer Feind es für sich beansprucht.

Ihr kämpft und lasst euch missbrauchen für ausländische Ziele und Interessen, die ihr nicht versteht.

Auf euch selbst gestellt wärt ihr auf verlorenem Posten; allein dieser Umstand sollte euch zu denken geben. Aber eure Wünsche und euer grandioser Nationalstolz haben euch blind und blauäugig glaubend gemacht.

Nun, ihr seid am Scheideweg. 

Während eure tapferen Soldaten verbluten, feiern eure Eliten das Leben der Etappenschweine und senden auf Instagram Party-Fotos an die bröckelnde Front; die Clubs und Restaurants in Kiew oder Lemberg sind voll, während ihr kaum noch Freiwillige mobilisieren könnt. Im Gegenteil. Dafür braucht ihr Seelenfänger. Auch das sollte euch zu denken geben. 

Für die grundsätzliche Ungleichheit der Kräfte zwischen euch und eurem Konfliktgegner Russland kann die Welt nichts. Aber ihr tut so, als könnte sie etwas dafür. Als wäre die Welt für eure Wünsche verantwortlich.

Ihr irrt. 

Und obwohl ihr seit 2014 bis „an die Zähne“ vom Westen aufgerüstet wurdet, seid ihr nun militärisch und gesamtgesellschaftlich an eure Grenzen gekommen; das war schon aus rein mathematischen wie pragmatischen Gründen vorher absehbar. Eure Führer wussten das. Und dennoch riskierten sie euer Leben, eure Staatlichkeit.

Sie haben, verführt von Wunsch und kund getanem Willen in die NATO einzutreten sowie dem von außen genährten Drang in den Schoß des vermeintlich „Goldenen Westen“ zu kriechen, diesen Konflikt mitverursacht, weil sie die Rechte und Interessen eures Nachbarn (aus dem ihr hervorgegangen seid) mit Füßen getreten haben.

Der Donbas litt unter euch. Sie, eure Führer, planten, US-Schiffe auf der Krim zu stationieren. Es sind – wie die New York Times schreibt – elf CIA-Bunker auf eurem Territorium entdeckt worden, von denen aus Russland destabilisiert werden sollte. Damit wird aus Präsident Putins Narrativ der latenten Bedrohung eine auch für Außenstehende evidente Präventiv-Grundlage. Und Atombomben auf eurem Gebiet waren ebenso geplant …

Ihr habt offenbar nicht verstanden, dass diese Tatsachen eure Legitimität zur Verteidigung untergraben. Ihr solltet euch nicht wundern, bekämpft zu werden. Eure Regierung trägt die Schuld dafür und ihr ein Stück weit als Wähler mit.

Ihr sagt, ihr verteidigtet auch die Freiheit des Westens, weil andernfalls „der Russe käme“. Euer Präsident faselt gar von bevorstehenden Angriffen auf NATO-Länder.

Wir, ein stetig wachsender Teil der deutschen Bevölkerung, und sicher ganz viele Menschen in allen europäischen Ländern, wissen es besser. Ihr sagt was ihr sagt insbesondere deshalb, weil ihr uns – und damit unser Geld, das ihr für alle Bereiche des Lebens (auf manchmal auch schmarotzerhafte Weise) braucht (knapp 50% eures Staatshaushaltes werden von uns im Westen für euch gesponsert) – in diesen Konflikt mit hineinziehen wollt, tiefer und tiefer. Weil ohne uns euer „Traum vom Westen“ geplatzt ist. Ihr tut dabei so, als wäre die Alternative ein unterjochtes Leben unter russischer Rigide; aber das ist vorauseilendes Opferverhalten.

Es ist nicht unsere Schuld, dass ihr euren Großen Bruder – Russland – abgestoßen habt, sodass er sich genötigt sah, einzuschreiten.  Und er schritt nicht ein, um euch zu erobern, sondern zu disziplinieren zum Schutze seiner staatlichen Interessen und den ihm natürlich verwandten Menschen in eurem Land; das beweist allein schon die Tatsache, dass er lediglich mit deutlich weniger als Zweihunderttausend Soldaten in euer riesiges Land einmarschierte.

Euer Präsident hat dies – trotz langer Vorwarnungen – zugelassen. Dabei unfähig, über den Tellerrand zu schauen. Ihr habt ihn gewähren lassen.

Wir wollen aber nicht für eure Unfähigkeit bezahlen. 

Wir wollen nicht für eure Fehler bezahlen. 

Wir wollen nicht für eure Gier bezahlen. 

Und schon gar nicht für den Preis der Undankbarkeit, wie sie vermehrt ob eures Handelns abzulesen ist; die polnischen Bauern können ein Lied davon singen. Erst gestern haben polnische  Bauern – sechzigtausend demonstrierten in Warschau gegen die euch bevorteilende Agrarpolitik – eure Fahnen verbrannt. Ihr seid längst nicht mehr die Brüder im Geiste, denen Unterstützung und Anteilnahme aller gewiss sind.

Euer Präsident versucht nun auch, westliche Soldaten ins Land zu ziehen; clever wie ein kasachischer Pferdehändler (nichts gegen Kasachen) täuscht und suggeriert er. Unverantwortlich.

Schämt euch für ihn. Er zieht die Welt in einen Krieg, der nicht kontrollierbar sein wird. Ein Krieg, der noch den 2. Weltkrieg in den Schatten stellen könnte.

Schämt euch, da es euch egal zu sein scheint, dass er die Welt in den Abgrund zieht, anstatt das einzig Richtige zu tun, nämlich die wahren Konfliktgründe eures Großen Bruders Russland zu respektieren und faire Abhilfe zu schaffen.

Denn diese war und ist weiterhin möglich. Sicherlich nicht mehr wie Ende März 2022, als ein kurz vor Abschluss stehender, in Istanbul ausgehandelter, bereits paraphierter Friedensvertrag dennoch aufgrund ausländischer Einflüsse und der Hybris eurer Regierung torpediert wurde. Denn katastrophale Fehler in der Staatskunst kosten einen Preis: Land, das euch einst geschenkt wurde, und Wünsche, die zu liquidieren sind. Aber zumindest würdet ihr als Staat überleben. Das ist das Stöcklein, über das es zu springen gilt. Es fragt sich nur, wer der wahre Dompteur ist … 

Schämt euch, denn ihr hättet es nicht verdient, Teil „unserer“ Welt zu sein, wenn ihr neben euren unnötigen Opfern auch unseren Tod erwartet.

Doch wir wollen nicht für euch kämpfen und sterben. 

Begreift das und löffelt die Suppe selbst aus, die ihr euch durch Verblendung, nationalem Übereifer und dem Schein des Mammon eingebrockt habt; es kostet etwas, ja, weil Fehler immer etwas kosten … Aber es sollte nicht gleich „die Welt im Abgrund“ sein, die auf der finalen Rechnung steht. 

Diese Brief ist wider den westlichen Medien-Mainstream, zugegeben, aber Millionen denken so, wie es hier steht. Und es werden täglich mehr.

Всем украинцам, которые чувствуют обращение, которые не способны на критику и которые радуются тому, что так называемые „западные ценности“ поддерживают вас нашими (налоговыми) деньгами и оружием

В вашу страну вторглись, и вы имеете право защищать себя.

Вы говорите, что хотите принадлежать к Европе, к Западу, к ЕС, к НАТО.

Это также ваше право; это законное желание.

Но вы не однородны. Ни этнически, ни социально, ни политически; своими желаниями и действиями вы действуете против интересов, традиций и чувств значительной части вашего народа. И против своих кровных соседей, от которых вы произошли как государство – и очень часто также этнически; без них вы бы не существовали.

Ваш патриотизм кажется настолько буйным, ваша национальная гордость настолько исключительной по отношению к другим народам, что крик „Слава Украине“ характеризует вас как нацистское отребье из пусть и меньшей части населения, открыто прославляющей фашистов. Даже если к вам применимы слова Иисуса: „Отче, прости им, ибо не знают, что делают“.

Вы не можете справиться с опровержениями; вы рефлекторно воспринимаете критику как нападение. Признайте это прямо сейчас, читая эти строки. Кремлевская пропаганда, скажете вы…

Вы хотите быть частью Запада и принимаете президента, который нагло лжет вам, оставляет вас в неведении относительно реальной ситуации, который не только ведет себя неразумно в политике, но и рискует вашими жизнями. Он ведет войну против части собственного населения и лицемерит; „Панама“ – его натура, шоу-сцена – его эликсир. 

И вот вы уже два года боретесь и думаете, что вы правы; трудно возразить против падающих бомб. Но внешность обманчива. Ведь закон, как писал когда-то Блез Паскаль, меняется, как мода. И у вас не больше моральных прав, чем у вашего врага.

Вы сражаетесь и позволяете использовать себя во имя чужих целей и интересов, которых вы не понимаете.

Если бы вас оставили в покое, вы оказались бы в проигрышном положении; один этот факт должен заставить вас задуматься. Но ваши желания и национальная гордость сделали вас слепыми и наивными верующими.

Теперь вы находитесь на перепутье. 

В то время как ваши храбрые солдаты истекают кровью, ваша элита празднует жизнь сценических свиней; клубы и рестораны Киева и Львова переполнены, а вы едва ли можете мобилизовать добровольцев. Напротив. Для этого вам нужны ловцы душ. Это тоже должно дать вам пищу для размышлений. 

Мир ничего не может поделать с фундаментальным дисбалансом сил между вами и вашим противником – Россией. Но вы ведете себя так, будто он может что-то с этим сделать. Как будто мир несет ответственность за ваши желания.

Вы ошибаетесь. 

И хотя с 2014 года Запад вооружает вас „до зубов“, сейчас вы достигли своего предела в военном отношении и с точки зрения общества в целом; это было предсказуемо по чисто математическим и прагматическим причинам. Ваши лидеры знали об этом. И все же они рисковали вашими жизнями, вашей государственностью.

Соблазнившись желанием и провозглашенной волей вступить в НАТО и стремлением приползти на колени к якобы „золотому Западу“, они способствовали возникновению этого конфликта, потому что попирали права и интересы вашего соседа (из которого вы вышли). Донбасс страдал под вашим руководством. Они, ваши лидеры, планировали разместить американские корабли в Крыму. Как пишет New York Times, на вашей территории были обнаружены одиннадцать бункеров ЦРУ, из которых планировалось дестабилизировать Россию. Это превращает рассказ президента Путина о скрытой угрозе в превентивную основу, очевидную и для посторонних. И ядерные бомбы на вашей территории тоже планировались…

Вы, очевидно, не поняли, что эти факты подрывают вашу легитимность в плане самозащиты. Вы не должны удивляться тому, что с вами борются. Ваше правительство виновато в этом, и вы, как избиратели, тоже отчасти виноваты.

Вы говорите, что защищаете свободу Запада, потому что иначе „русские придут“. Ваш президент даже говорит о неизбежных нападениях на страны НАТО.

Мы, постоянно растущая часть населения Германии, и, конечно, многие люди во всех европейских странах, знаем лучше. Вы говорите это, в частности, потому, что хотите втянуть нас – а значит, и наши деньги, которые вам нужны для всех сфер жизни (иногда паразитическим образом) (50 % вашего национального бюджета спонсируется для вас нами, на Западе) – все глубже и глубже в этот конфликт. Потому что без нас ваша „мечта о Западе“ разбилась вдребезги. Вы делаете вид, что альтернативой является порабощенная жизнь в условиях российской жесткости; но это предвосхищающее поведение жертвы. 

Не наша вина, что вы оттолкнули своего Большого Брата – Россию – так, что он был вынужден вмешаться.  И он вмешался не для того, чтобы завоевать вас, а для того, чтобы дисциплинировать вас, чтобы защитить свои интересы и своих родственников в вашей стране; это доказывает тот факт, что он вторгся в вашу огромную страну со значительно меньшим количеством солдат, чем двести тысяч.

Ваш президент позволил этому случиться – несмотря на долгие предупреждения. Он был неспособен мыслить нестандартно. Вы позволили ему уйти от ответственности.

Но мы не хотим платить за вашу некомпетентность. 

Мы не хотим платить за ваши ошибки. 

Мы не хотим платить за вашу жадность. 

И уж точно не за неблагодарность, которая все больше проявляется в ваших действиях; польские фермеры могут вам кое-что об этом рассказать. Только вчера польские фермеры – шестьдесят тысяч человек вышли на демонстрацию в Варшаве против благоприятствующей вам сельскохозяйственной политики – сожгли ваши флаги. Вы больше не братья по духу, которым гарантирована всеобщая поддержка и сочувствие.

Ваш президент теперь еще и пытается заманить в страну западных солдат; ловко, как казахский торговец лошадьми, он обманывает и предлагает. Безответственно.

Позор ему. Он втягивает мир в войну, которая будет неконтролируемой. Войну, которая может даже затмить Вторую мировую. Позор вам, потому что вас, похоже, не волнует, что он тянет мир в пропасть, вместо того чтобы сделать единственно правильную вещь, а именно признать реальные причины конфликта с вашим старшим братом Россией и принять справедливые меры по исправлению ситуации.

Потому что это было и остается возможным. Конечно, не так, как в конце марта 2022 года, когда мирный договор, который должен был быть завершен, согласован в Стамбуле и уже парафирован, был, тем не менее, торпедирован из-за иностранного влияния и высокомерия вашего правительства. В конце концов, за катастрофические ошибки в государственном управлении приходится расплачиваться: землей, которая когда-то была вам подарена, и желаниями, которые должны быть отменены. Но, по крайней мере, вы выживете как государство. Вот та высокая планка, которую вам предстоит перепрыгнуть. Вопрос только в том, кто настоящий укротитель…

Позор вам, потому что вы не заслуживаете быть частью „нашего“ мира, если ожидаете, что мы будем умирать вместе с вашими бессмысленными и ненужными жертвами.

Но мы не хотим сражаться и умирать за вас. 

Поймите это и сами вычерпайте ложкой тот суп, который вы сами себе приготовили благодаря заблуждению, национальному излишеству и мамоне; это стоит чего-то, да, потому что ошибки всегда стоят чего-то… Но это не должен быть „мир в бездне“, который окажется в окончательном счете. Это письмо противоречит мейнстриму западных СМИ, да, но миллионы людей думают так, как здесь написано. И их число растет с каждым днем.

 

„FÜR MICH … 🎵 … SOLL’S ROTE BOMBEN REGNEN“ … KIESEWETTERS TRÄUMCHEN …

Auf Deutsch und на русском

„Die makabre Sonate vom Kriegstreiber. Макабрическая соната разжигателя войны.“

Kiesewetter. Da ist der Name Programm. Es soll Bomben regnen, auf Russland (als ob’s das nicht schon täte). Und sie sollen Russen töten. Taurus &. Co.

Ist aber dann doch nur Kies, der leichte, der regnet; da prasselts in der Tundra.

Der Krieg solle nach Russland getragen werden, doziert der politische Wetterwicht, schwadroniert von zu zerbombenden Kommandostellen und einer russischen Etappe in Flammen.

Schlecht muss es stehen um Selenskijs Kombattantentruppe, wenn Kiesewetter schimpft und neidvoll auf Rache sinnt.

Verlieren ist schwer, Erkennen um so mehr …

Wenn andre – zerfetzt von heißem Eisen – sterben derweil, für welche Seite auch immer, rührt der Schreibtisch-Major a.D. behaglich im Tee, bei Keks und einer Endlosschleife seiner eigenen Interviews; „bin ich nicht entschlossen?“, murmelt und freut er sich, und sieht des Schicksals Strafe nicht.

Für mich … 🎵 … soll‘s …

на русском

„ДЛЯ МЕНЯ… ПУСТЬ ИДЕТ ДОЖДЬ КРАСНЫХ БОМБ“… МАЛЕНЬКАЯ МЕЧТА КИЗЕВЕТТЕРА…

Кизеветтер.

Название говорит само за себя. Предполагается, что на Россию будут сыпаться бомбы (как будто это уже не так). И они должны убивать русских. Taurus &. Co.

Но тогда это всего лишь гравий, светлый дождь, который сыплется в тундре.

Война должна быть перенесена в Россию, разглагольствует политический синоптик, разглагольствуя о командных пунктах, которые будут разбомблены, и о русской сцене в огне.

Видимо, дела у боевых отрядов Селенского идут плохо, раз Кизеветтер разглагольствует и завидует, желая отомстить.

Проигрывать трудно, признавать тем более…

Тем временем, когда другие – разорванные в клочья раскаленным железом – умирают, за какую бы сторону ни выступали, отставной майор спокойно попивает чай с печеньем и бесконечно повторяет свои интервью: „Я решительный?“ – бормочет он и радуется, не замечая наказания судьбы.

VON BURENTÖCHTERN. SLAVA RUSSIA. EINER REISE ZUM KERN. UND DER NEUEN „NEUE WELT“.

Meine wunderbare platonische Freundin M. – eine waschechte Burin die seit 25 Jahren zwischen Europa (insbesondere Deutschland und Polen) und ihrer ursprünglichen Heimat Südafrika pendelt – trägt meist klassische Weltbilder in sich. Einerseits von Klischees geprägt, spiegeln sie oft wahre, wenn auch überwiegend überzeichnete Bilder wider. Gut und Böse. Tradition und Familie.

Als Künstlerin – sie sang bereits bei den Bayreuther Wagnerfestspielen – mag sie einen verklärteren Blick auf viele Dinge haben, aber ihr scharfer Verstand ist gewiss. Eine Eigenschaft, die nur von ihrem Sinn für Humor übertroffen wird, ihrer gewaltigen Stimme, und für die Liebe zur Familie.

Sie zu kennen, mit ihr befreundet zu sein, ist in vielen Bereichen ein Privileg, und es hilft mir obendrein, Menschen des „Alten Westens“ zu verstehen.

Was nicht alles in ihr verwurzelt ist!

Niederländische Vorfahren. Aufbruch in eine Neue Welt. Sich diese unterwerfen und gefügig machen, aber sie auch entwickeln und prosperieren. Apartheid. Die Burischen Unabhängigkeitskriege gegen das Britische Empire. Dennoch eine gewisse britische Affinität. Europäische Kultur die imstande ist, den nicht ungeneigten Beobachter hinwegzublasen, sprachlos vor Erstaunen zu machen – und ja, eine Exklavenmentalität. Überlebensstärke, entwickelt in einer oft feindlichen Welt. Und ist Charlize Theron nicht auch Burin? Nein, nur Südafrikanerin. Aber dennoch: Buren faszinieren. M. fasziniert.

Doch ihr Weltbild ist trügerisch, denn so wie einst die burische Herrschaft am Kap endete, endet auch das Alte Europa, man könnte auch meinen verendet … Die Verwurzelungen dahin zersplittern und zerfasern, führen in ein Konvolut aus Reminiszenzen. Bestenfalls.

Ob sie mich verstünde, wenn ich ihr den Blick für eine neue Neue Welt zu schärfen suchte?

Blickte M. nach Osten über den Fluss Bug und dann weiter den Don hinaus, sieht sie das angeblich Böse, das Rückschrittliche, das Unmenschliche, Leben wider die Freiheit und Selbstbestimmung. Kurz, das Russische.

Ihr WhatsApp-Bildchen ist mit einer ukrainischen Flagge kombiniert. Aus ihr spricht die Solidarität mit den vermeintlich Schwachen, Überfallenen, den sich nach „westlicher Freiheit“ sehnenden Ukrainern, die plötzlich und auf brutalste Weise, ohne Grund von einem irren Despoten aus einem revanchistischen Land überfallen worden seien. Das glaubt sie wirklich – was mir den Magen schmerzt.

In dieser geistigen Spur fahrend, ist weder das Rückwärtige, noch das seitlich an ihr Vorbeieilende zu erkennen; möge ihr Ankommen sie nicht all zu sehr überraschen, treffen. Als Freund stünde ich ihr bei.

Tschakabumm!

Ich denke an Dörfer im russischen Bujatien, an Tscherkessen im Kaukasus wo Ski fahren so teuer ist wie in Ischgl; ich denke an täglich tausend Freiwillige, oft mehr, die sich in Russland zum Militärdienst melden, um für Mütterchen Russland in der Ukraine zu kämpfen. Ich sehe Bilder aus Moskau vor mir, fühle mich in die Energie einer Zwanzigmillionen-Metropole ein, sehe andere Städte vor meinem geistigen Auge, St. Petersburg etwa, Kasan, Kaliningrad, Ekaterinburg, Novosibirsk … sehe modernste Straßen, ungepflasterte, Feldwege, Schlaglöcher, Tristesse und Pracht; ich sehe voll digitalisierte Geld-Automaten, Roboter-Hunde, auch echte … ich sehe Renten von (umgerechnet) zweihundert Euro im Schnitt und Monatsgehälter von fünfhundert bis tausend Euro. Ich sehe aber auch Benzinkosten von fünfundfünfzig Cent pro Liter und Butter, die im Viertelpfund für dreißig Cent zu haben ist. Ich sehe das potentiell reichste Land der Erde und ein anderes System. Ich sehe glückliche Menschen. Sorgengeplagte. Eine unique, überwältigend schöne Natur. Ich sehe ein Land, das sich bereit erklärt, die Arche für die traditionellen Werte dieser Welt zu sein (Frau Sacharowas Worte), in der der westliche Gender-Unfug keine Chance hat.

Und eigentlich sehe ich meine Freundin M., der genau das aus der Seele sprechen sollte. Was es nicht darf, denn ist Russland nicht böse? Rückschrittlich? Von gestern? Unfrei? Zensiert?

Öffnen wir ihren Horizont, erweitern wir ihre Spur … Denn einander verstehen, ist der erste Schritt, sich zu respektieren, auch wenn Gräben furchen.

Was mich zu Quantencomputern führt.

Die als Zukunft der Datenverarbeitung betrachtete Quantentechnologie ist medial und allgemein noch relativ unbekannt. Noch weniger bekannt ist, dass Russland an der Entwicklung von Quantencomputern arbeitet und bereits mehrere Entwicklungsstufen dieser Technologie eingesetzt hat.

Es soll ein offenes Geheimnis in Fachkreisen sein, dass Russland Quantensprünge respektive etliche Jahre vor ähnlichen Entwicklungen westlicher Unternehmen liegt. Das ach so rückschrittliche Russland – wie medial im Westen suggerierend kolportiert – pusht neue Technologien die seine Möglichkeiten in der globalen Wirtschaft bedeutsam erweitern werden.

Unterdessen pumpt der Westen Zig-Milliarden Euro in eine von Korruption durchdrungene Ukraine, deren Männer – sofern sie nicht schon gefallen sind – mehr und mehr lieber flüchten oder sich verstecken und freizukaufen suchen, als für ihre Regierung, ihr Land, die „westliche Freiheit“ … eine Kugel zu empfangen. Oder russischer Waffentechnik erliegen, die der westlichen eben nicht nachsteht.

Deutschland schaltete derweil seine Atomkraftwerke ab und blockiert mit bürokratischen Vorschriften und hohen Kostenstrukturen Schlüsseltechnologien der Zukunft; diese werden in ihrer Bedeutung vernachlässigt und fallen weiter zurück.

Der Silberrücken verliert seine Vormacht.

Diese Metapher mag aufzeigen, dass der Westen vor dramatischen Umbrüchen steht, vor tektonischen Veränderungen, vor einem gigantischen Bedeutungs- und Wohlstandsverlust. Was seine aggressive Strategien erklärt, dem neuen Silberrücken – Russland, Bricks & Co. – in die Suppe zu spucken. Koste es, was es wolle, zuallererst die Wahrheit, und ganz viel auf immer verdampftes Steuergeld.

Der Westen wird – sehenden Auges, sich windend und mit Ablenkungsmanövern (besonders perfide mag hierbei die Strategie des deutschen Kanzlers sein, seine politischen Gegner als Nazis zu diffamieren und teils bezahlte Demonstrationen zu initiieren) die eigenen Bevölkerungen einlullend – seine Dominanz verlieren; dieser Paradigmenwechsel ist unaufhaltsam im Fluss.

Russland – das Gegenteil von „böse“, rückschrittlich, aggressiv und unfrei – spielt eine derart bedeutende Rolle, dass der Westen es sich zum Feind erkor.

Doch genauso wenig wie der so ziemlich weltweit am souveränsten agierende und wirkende Präsident Putin todkrank oder okkupativ-aggressiv ist, oder grundlos eine Ukraine „diszipliniert“, genauso wenig hat des Westens Strategie eine Chance.

Der Zug fährt weiter.

Auch, nachdem der letzte Ukrainer gefallen ist.

Ich möchte meine Freundin M. in den Arm nehmen und ihr ihre Ankunft am Ende der Spur versüßen mit Trost, Wahrheiten und einer ganzen Reihe von Einladungen. Ich möchte sie auf eine Reise mitnehmen, denn Reisen eröffnet Perspektiven.

Die Reise würde durch Zeiten verlaufen, historische Epochen, wir würden an Geschehnissen teilnehmen, mit vielen Menschen sprechen, auch auf der Krim und im Donbas, auch in Russland von Moskau bis Irkutsk, und wir verweilten an Orten, die nichts gemein haben, mit dem Gift westlicher Häme und Propaganda. Auf dieser Reise würden wir als versteckte Mäuschen zuhören bei den wegweisenden Gesprächen 2008 auf dem Nato-Gipfel in Bukarest, als George Bush jr. auf die allgemeines Entsetzen bei den anderen NATO-Mitgliedern gebierende Idee kam, die Ukraine in die NATO einzuladen, und Russland damit zu brüskieren und de facto zu bedrohen, oder am Vorabend und während der beiden Maidane, oder bei den Instruktionen einer Victoria Nuland an ihre ukrainischen Lakaien, auch bei den Deals mit den Bidens, den Konsultationen Selenskijs zur geplanten atomaren Aufrüstung der Ukraine, der vertrauensbrechenden wie insgeheimen Torpedierung des Minsker Abkommens … und ich würde mit ihr nach Panama reisen, um ihr persönlich die Schwarzen Konten Selenskijs zu zeigen, oder seine versteckten Immobilien von Ägypten bis USA. Eine Reise jedenfalls, die über die Sorgen und Ängste der einfachen Leute hinausgeht und aufzeigt, dass Präsident Putin tun musste, was er tat, und Selenskij nichts tat, was er hätte tun können.

ÜBER DEN DIENSTAG

Eine Hommage auf Deutsch und по-русский …

„Dienstag. Noch einer. Als ob wir die Zeit nur in Dienstage aufgeteilt hätten. Das ist natürlich Unsinn, aber Dienstage sind nicht ungeeignet, um das Gefühl zu vermitteln, dass wir in einer Endlosschleife arbeiten. Nun, es könnte die nicht unberechtigte Frage gestellt werden, warum nicht einer der anderen sechs Tage ein solches Gefühl vermittelt? Und in der Tat sind alle Tage numerisch betrachtet gleich(berechtigt). Aber Dienstage sind anders. Weil sie eine Signifikanz in sich tragen, die allen anderen Tagen fehlt. Der Dienstag ist das wöchentliche Symbol der Schöpfung, der lebenslangen Arbeit. Dienstag, ein jeder von ihnen, ist der wahre Tag der Produktivität. Er ist reine Arbeit. Alle anderen Tage besitzen eine imaginäre oder tatsächliche Qualität, die über die Arbeit hinausgeht (oder hinter ihr zurückbleibt). Der Montag zum Beispiel ist von anfänglichem Eifer, Planung oder den Folgen des Wochenendes durchdrungen, der Mittwoch ist eine Art Bergfest, oft ein Grund zum Feiern. Der Donnerstag, auch ein arbeitsreicher Tag, zugegeben, ist schon ein leiser Vorläufer des sich ankündigenden Wochenendes, und der Freitag ist bereits durch den Gedanken an freie Zeit durchwirkt. Ganz zu schweigen vom Samstag und Sonntag. Ja, der Dienstag ist effektiv, er rettet uns, er ist die zuverlässige Endlosschleife der Effizienz. Danke, Dienstag.“

О ВТОРНИКЕ

„Вторник. Еще один. Как будто мы разделили время только на вторники. Это, конечно, чушь, но вторники не плохо передают ощущение, что мы работаем в бесконечном цикле. Небезосновательно возникает вопрос: почему ни один из шести остальных дней не вызывает такого ощущения? И действительно, с точки зрения численности все дни равны (это оправдано). Но вторники – другое дело. Потому что они несут в себе значение, которого лишены все остальные дни. Вторник – еженедельный символ созидания, труда всей жизни. Вторник, каждый из них, – это истинный день продуктивности. Это чистый труд. Все остальные дни обладают воображаемыми или реальными качествами, которые выходят за рамки труда (или не дотягивают до него). Понедельник, например, пронизан первоначальным настроем, планированием или последствиями выходных, среда – своего рода праздник, от которого переходят к выходным (по-немецки это называется: „Bergfest“; в русском языке этой метафоры нет), часто – повод для празднования. Четверг, тоже, по общему признанию, напряженный день, уже является тихим предвестником приближающихся выходных, а пятница уже переплетена с мыслями о свободном времени. Не говоря уже о субботе и воскресенье. Да, вторник эффективен, он спасает нас, это надежный бесконечный цикл эффективности. Спасибо тебе, вторник“.

DER GUTMENSCH ALS ENGEL UND FURUNKEL

Wir nannten sie Wendehälse, jene Heuchler, die erst in der DDR vor dem System in stets vorauseilendem Gehorsam zu Kreuze krochen, den Bruder oder Kollegen denunzierten, und dann – nach dem Fall der Mauer – auf astreine Demokraten machten.

Wie die Zeiten sich gleichen. Oder besser, der Menschen Gebaren.

Heute lassen sich die Gutmenschen als solche instrumentalisieren und gehen gegen „Rechts“ auf die Straße, dazu aufgerufen von einem Kanzler in Panik aus politischem Kalkül. Erbärmlich.

Gutmensch: Das Unwort des Jahres 2015 war es deshalb, weil es keines sein sollte. Doch anstatt als metaphorische Bestimmung den „guten“ Menschen zu charakterisieren, erfuhr es via Schimpfwort sprachlichen Aufwind. Vielleicht etwas zu verstiegen, aber im ursprünglichen Sinne beschreibt der Begriff ein Ideal. Der Gutmensch. Ah.

Da freut sich die Mama. Denn gut ist, der Gutes tut. Und das ist menschlich. Fürsorge. Verständnis. Toleranz. Nächstenliebe. Sogar grundmenschlich, multireligiös. Alles gut also? Nein. Nicht einmal vielleicht.

Die Jury stimmte damals diesem Ausdruck für das Unwort des Jahres zu, weil es als der prominente Kampfbegriff des so genannten rechtspopulistischen Lagers galt (und gilt), und es zwar im Ursprungssinn den „guten“ Menschen spiegelt, aber vom rechten Nutzer für naiv, dummgutgläubig bis hin zu gefährlich-dämlich steht. Ein verkapptes Schimpfwort also. Es würde demnach, so seinerzeit die Jury, den sachlichen Austausch auf demokratischer Ebene verhindern.

Intellektueller Antrieb der Jury war es, mit der Entblößung des Begriffes Gutmensch als Unwort des Jahres Beschämung hervorzurufen. Das war die Absicht. Ähnlich der christlichen Wange, deren Schwester geohrfeigt werden sollte. Vergleichbar mit einem Fußballtorwart, der die linke Ecke anbietet, und darauf spekuliert, der Schütze möge nach rechts schießen. Vorgeblich sei die Jury unabhängig gewesen, frei von politischen und medialen Einflüssen. Lachhaft.

Was die Sache aber verkompliziert, und wohl eher nicht in den Erwägungen der Jurymitglieder eine Rolle gespielt haben dürfte, ist, dass jene so genannten rechtspopulistischen Begriffsnutzer selbst Menschen sind, Mütter, Väter, Großeltern, denen auch Verständnis, Toleranz und Nächstenliebe innewohnen dürften. Ihnen das abzusprechen, weil sie aus Sorge um ihr Land oder ob einer patriotischen Grundeinstellung AfD wählen, wäre aber anmaßend und dumm, wenn auch nicht untypisch für „Gutmenschen-Schafe“ und die Fäkalaisisten.

Wer Gutmensch sagt, kann also ein guter Mensch sein, der den Gutmenschen als Gefahr erkennt. Zu Recht oder nicht, spielt keine Rolle für die politische Stigmatisierung des Begriffs. Denn damit war er eine glatte Fehlbesetzung für das Unwort des Jahres 2015. Der so genannte Gutmensch ist kein schlichter Guter, nur, weil er aufopferungsvoll im Flüchtlingsheim schuftet oder heute für Scholz und seine Grüne Mischpoke gegen „Rechts“ demonstriert, ohne erklären zu können, was „Rechts“ überhaupt bedeutet; er ist eine tragische Figur die zwischen Menschlichkeit, Nächstenliebe, grober Fahrlässigkeit und Lächerlichkeit schwankt. Und dem eigenen Unverständnis. Er versteht nicht, weshalb es falsch oder gefährlich sein soll, Alis Klo zu putzen, Anträge für Muammar auszufüllen oder wenn er Russen hassen soll. Er würde es nicht einmal dann verstehen, wenn seine vorauseilende Unterwerfung zurückgewiesen würde, von jenen, denen er Gutes tut. Er ist und bleibt geistig gefangen in seinem Honigtopfkopf.

DER KRETIN.

Unerhörtes vom kleinen Mann.

Кретин. Возмутительные вещи от маленького человека.

Schläge tun mitunter Not, verbale, finanzielle wie physische; wie sonst soll beispielsweise eine Mutter ihren faulen, verwöhnten Taugenichts von Sohn aus dem „Hotel-Mama“ treiben? Oder wie sonst soll ein Feind von deiner Stärke überzeugt werden?

Sag ja zu Schlägen, alles hat seine Ursachen.

Sei kein Weichei!

Wer sich nimmt, was ihm nicht gehört, wenn du ihn nicht daran hinderst – präventiv wie proaktiv – denkt mitunter, er hätte das Recht dazu. Das des Cleveren, Stärkeren, des Dreisteren.

Angriff ist die beste Verteidigung, sagte sich wohl auch Wolodomir Selenskij, offenbar von Wladimir Putin lernend, als er allerjüngst zum Sturm auf die Deutsche Staatskasse blies, und einer speichelleckerischen Interviewerin Caren Wiosga injizierte, dass es besser sei, für nach Deutschland geflüchtete Ukrainer vorgesehene deutsche Finanzhilfen (Bürgergeld/Sozialhilfen) direkt an die Ukrainische Regierung zu überweisen. Statt einer schallenden Backpfeife erntete Selenskij von der deutschen Mankurta nur ein unterwürfiges Nicken.

Selenskijs plumpe Bauernschläue mag bei vielen deutschen Mankurts verfangen, aber sie zeigt vor allem Folgendes: Die innere Verachtung, der heimliche Hass für den deutschen Parasitenwirt, die offensichtliche Verzweiflung ob der allgemeinen Lage, müssen inzwischen gigantischen Ausmaßes sein.

Da zappelte er also auf seinem Interview-Stuhl, der Gernegroß, und aalte sich um die Realität. Wer stoppt diesen Kretin? Putin, hilf!

Sag ja zu Schlägen, bevor es zu spät ist.

Иногда удары необходимы, словесные, финансовые и физические; как еще, например, мать может выгнать своего ленивого, избалованного сына из „Отель-мамы“? Или как еще можно убедить врага в вашей силе?
Скажите „да“ ударам, у всего есть свои причины. Не будьте слабаком! Те, кто берет то, что им не принадлежит, если вы не препятствуете им в этом – как превентивно, так и проактивно, – иногда считают, что имеют на это право. Кто умнее, тот сильнее, кто смелее, тот и наглее.
Нападение – лучшая защита, как, вероятно, сказал себе и Володомир Зеленский, видимо, переняв опыт Владимира Путина, когда он недавно проболтался о немецкой государственной казне и заявил слюнявой интервьюерше Карен Виосге, что лучше было бы передать немецкую финансовую помощь (социальную), предназначенную для украинцев, бежавших в Германию, непосредственно украинскому правительству. Вместо звонкой пощечины Селенский получил лишь покорный кивок от немецкого раба.
Неуклюжая крестьянская хитрость Зеленского может понравиться многим немецким манкуртам (бессознательным рабам), но прежде всего она свидетельствует о следующем: Внутреннее презрение, тайная ненависть к немецкому покровителю, явное отчаяние от общей ситуации, должно быть, уже достигли гигантских размеров.
И вот он здесь, извивается на своем стуле для интервью и корчится вокруг правды. Кто остановит этого кретина? Путин, помоги!
Скажите „да“, чтобы поразить врага, пока не стало слишком поздно.

Von Linken, Rechten und Benzingeruch …

Mehr Wahrheit als Satire.

Auf Deutsch und На русском языке

„Ein Linker nimmt für sich in Anspruch, das Establishment per se abzulehnen, mit den Unterdrückten der Welt eine geistige Allianz zu bilden, seit Scholz, Baerbock & Co. auch mit der deutschen Regierung. Er ist für Verstaatlichung der Wirtschaft, engagiert sich mitunter für soziale Themen, für den Internationalismus und er ergreift für die Schwachen Partei. „Rechte“ Schwache ausgeschlossen, soweit geht die Liebe nicht; im Gegenteil, hingen sie tot überm Zaun, wunderbar. Neuerdings, en vogue ob der Machtverhältnisse im Deutschen Bundestag, erfreut sich der Linke eines besonderen temporären Zulaufs bei Demonstrationen, vorausgesetzt, Sechzig Euro Tagespauschale dubioser Quellen stehen an.

Ein extremer Linker leitet zudem aus seiner Aversion gegen das Gewaltmonopol des Staates die Motivation ab, diesen zu bekämpfen, gegebenenfalls auch militant. Für ihn sind Bullen Schweine, Nazis deren Notdurft, wobei der Haufen gigantisch groß sein dürfte, bei bald Fünfzehnmillionen AfD-Wählern. Das Nationale ist ihm höchst zuwider; er favorisiert eine Welt, in der alle gleich sind, dabei unterschlagend, dass er selbst nicht gleich sein will. Seine Lieblingsfarbe ist nicht eine, sondern das Regenbogenprisma – oder aber das Tiefschwarz; Letzteres ist mitunter bei geselligem Zusammensein mit Artgenossen in Blockform zu beobachten. Gern plädiert er dabei für den Weltfrieden, während er sich mit kleinen Gewichten ertüchtigt, die er als Umweltschützer dem Straßenpflaster entreißt. Aber bevorzugt skandiert er den Slogan „Luxus für alle“ – und meint mit „alle“ insbesondere diejenigen, die nicht arbeiten. Nicht selten trumpft der Linke übrigens –  beim Rauchen einer handgefertigten, linkisch aussehenden Zigarette eigenartig süßlichen Duftes – mit intelligent verschachtelten Argumentationen auf, die an Dialektik und Marx‘ Weisheiten erinnern. Aber nur oberflächlich, denn er weiß nicht, dass Marx  nach heutigem Maßstab Rassist war. Oft jedoch tut er sich durch das choral intonierte Schreien sinnfreier Parolen hervor, etwa „Nazis raus!“, obwohl weit und breit kein Nazi zu sehen ist. Das erinnert den neutralen Beobachter dann irritiert ans Tourette-Syndrom, während die gleichgeschaltete Medienmeute den Kampf gegen „Rechts“ feiert.

Nicht selten übrigens haftet dem extremen Linken Benzingeruch an; ein Phänomen, das sich durch sein geheimnisumwittertes Faible für Molotowcocktails erklären könnte, aber Genaues weiß man nicht. Beide, Linker und extremer Linker, verachten die politische Mitte. Sie ist für sie ein fauler Kompromiss, der als „Rechts“ bekämpft werden muss.

Als Rechter empfindet sich, für den Tradition und Nationalität feste Bestandteile seiner selbst sind; verfügt er über einige Hirnwindungen mehr, als der von den Massenmedien propagierte Durchschnitt seiner Gesinnungsgenossen, weiß er seine Einstellung plausibel zu vertreten. Ein übrigens medial kaum vertretenes Exemplar seiner Gilde. Regelmäßig zeigen die Medien nur grunzende, schwachmatisch argumentierende, tumb aussehende Rechte. Sie alle scheinen intellektuell degeneriert zu sein.

Rechter ist zudem, der das Linke, übrigens auch das Liberale, verabscheut, weil aus deren Wirken Veränderungen geschehen, die nichts gemein haben mit den konservierenden Wertevorstellungen seiner Welt. Für einen Rechten, so kolportieren die Linken, sei etwa das Völkische fester Bestandteil seines Weltbildes und alles, was dieses Bild zerstören könnte, wäre nicht gerade sein Freund. Was uns zu seinem rechts neben ihm befindlichen Bruder führt, den Rechtsextremen, mitunter verniedlichend Nazi genannt. Dieser empfiehlt sich nicht gerade für den Deutschen Integrationspreis, ganz im Gegenteil ist er fremdenfeindlich gesinnt und verabscheut „Kanaken“, Juden, Zigeuner, „Ausländerpack“ und dergleichen. Gelegentlich soll er in Bomberjacke, Springerstiefeln und mit einem Baseballschläger bewaffnet auf der Jagd beobachtet worden sein. In aller Regel trägt er Glatze, wohl ob des Unterscheidungszwecks um im Jagdeifer Freund von Beute auseinanderhalten zu können. Als Rechter weiß er Haupt- und Nebensatz nicht zu differenzieren, artikuliert sich eher plebejisch denn wie ein Patrizier. Auch dieses Bild ist den Medien zu verdanken; es wurde gezeichnet. Beide, Rechter und Ultrarechter, verachten die politische Mitte. Sie ist auch für sie jeweils ein fauler Kompromiss. Darin sind sich Linke wie Rechte einig.

So (oder so ähnlich) stellen sich die politische Links-Mitte, die „Fäkalaisistischen Medien“ und nicht zuletzt der genormte Ottonormalbürger „Links“ und „Rechts“ vor, wobei Links medial als gut verortet wird und Rechts als misanthropisch.

Seit dem Massenansturm von überwiegend wirtschaftlich motivierten Flüchtlingen aus aller Welt hat sich noch mehr getan: Auch wenn sie den Wohlstandsniedergang der Republik bedeuten, Linke – und Linksliberale wie die links gespülte Ex-Mitte – heißen von Kongo bis Kundus alle willkommen und freuen sich auf die bunte Vielfalt. Paradoxerweise, denn die meisten von den Ankömmlingen können vermutlich mit dem Begriff Links gar nichts anfangen; in deren Herkunftsländern würden Linke absehbar als subversive Elemente mindestens ausgepeitscht, wenn im Extremfall nicht geschächtet.

Rechte wiederum lehnen die Flüchtlinge im Großen und Ganzen ab, sprechen von einer dramatischen Überfremdung Deutschlands, von einer Welle, die gestoppt werden müsse (bevor sie als Tsunami alles Deutsche verschluckt). Deshalb – so wird es längst nicht mehr unter dem Deckmantel des Verschwörerischen gemunkelt – sollen sich Teile der Rechten u.a. auch als Identitäre, Reichsbürger, Freie Sachsen organisiert haben. Farb-politisch Dumpfbraun getüncht, während eine gewisse AfD-Partei ein Quentchen farbenfroher als rechtspopulistisch aufwarten soll.

Sicherlich wissen Sie, liebe Leser, dass wir die Unterscheidung der politischen Richtungen in Links und Rechts der Französischen Revolution zu verdanken haben? Seinerzeit entstand eine Aufsplittung der politischen Richtungen in der dortigen Nationalversammlung, dem Convent, in zwei Extreme, die sich unversöhnlich gegenüberstanden, auch physisch und optisch: Nämlich als die linke Seite „le côté gauche“, und die rechte Seite „le côté droit“ .So fing der Zinnober an. Die einen waren republikanisch wie revolutionär gesinnt, die anderen monarchistisch wie konservativ (wirklich sehr kurz gefasst). Ich stelle mir vor, dass die Franzmänner seinerzeit eine umgekehrte Sitzordnung gewählt hätten und Glatzen-Enrico würde als Linker gelten, und Rasta-Johannes wie Olaf Scholz als Nazi.

Zeit ist’s, mit dieser Einteilung in Links und Rechts aufzuräumen. Sie ist überlebt, und obendrein widersinnig. Längst sind die Grenzen verschwommen, Grüne agieren gefühlt neo-faschistisch,  und die so genannte Politische Mitte scheint sich als ein „links-gleichgeschalteter Einheitsblock“ zu formieren.

Indes, einen durchschnittlichen AfD-Wähler als demokratiefeindlichen Rechten abzustempeln, ist in etwa genauso fehl am Platz, wie jeden Grünen als Kinderschänder, nur weil es in der Vergangenheit seitens einiger führender Grünen-Politiker mal den Versuch gegeben hat, Sex mit Minderjährigen zu legalisieren. Der hanebüchene Vorschlag war zwar rasch Geschichte, aber mit der aktuellen Deindustrialisierung, der Erschaffung eines Babylonischen Schmelztiegels als neues Deutschland und eines grotesk-aberwitzigen wie selten dummen Russen-Bashings und en passant toxischen Ukraine-Vergötterung haben alle links von der AfD wohl Ersatz gefunden.“

На русском языке

ОТ ПОЛИТИЧЕСКИХ ЛЕВЫХ И ПРАВЫХ И ЗАПАХА БЕНЗИНА …

(Больше правды, чем сатиры)

Опубликовано 24 января 2024 года Инго Рим Чудоба (Ingo Rim Chudoba)

„Левый“ утверждает, что отвергает истеблишмент как таковой, формирует интеллектуальный союз с угнетенными всего мира, а со времен Scholz, Baerbock & Co. также и с немецким правительством. Он выступает за национализацию экономики, иногда привержен социальным вопросам и интернационализму и встает на сторону слабых. Исключая „правых“ слабых, любовь не заходит так далеко; напротив, если бы они висели мертвыми на заборе, было бы замечательно. В последнее время, вошедшие в моду благодаря расстановке сил в немецком Бундестаге, левые пользуются особым временным притоком на демонстрациях, если им полагаются суточные в размере шестидесяти евро из сомнительных источников.

Крайне левые также черпают мотивацию для борьбы с государством, при необходимости воинственной, из своего неприятия монополии государства на применение силы. Для него полицейские – свиньи, нацисты – их нуждающиеся в помощи свиньи, а куча, скорее всего, будет гигантской, ведь скоро будет пятнадцать миллионов избирателей AfD. Национальное ему крайне неприятно; он предпочитает мир, в котором все равны, игнорируя тот факт, что сам он не хочет быть равным. Его любимый цвет – не один, а призма радуги – или глубокий черный; последний иногда можно увидеть в блочной форме на светских раутах с другими представителями его вида.

Ему нравится ратовать за мир во всем мире, тренируясь с небольшими гирями, которые он, как защитник окружающей среды, вырывает из асфальта, чтобы попрактиковаться в метании на большие расстояния по движущимся мишеням. Но он предпочитает скандировать лозунг „Роскошь для всех“ – и под „всеми“ он подразумевает, в частности, тех, кто не работает. Кстати, нередко леваки, покуривая самодельную, аляповатую сигарету со специфическим сладковатым запахом, приводят умные и запутанные аргументы, напоминающие диалектику и мудрость Маркса. Но только поверхностно, потому что он не понимает, что Маркс был расистом по сегодняшним меркам. Однако он часто выделяется тем, что хором выкрикивает бессмысленные лозунги, например „Нацисты вон!“, хотя никаких нацистов не видно на многие мили вокруг. Нейтральному наблюдателю это напоминает синдром Туретта, в то время как синхронизированная толпа СМИ празднует борьбу с „правыми“.

Кстати, от крайне левых часто пахнет бензином – этот феномен можно объяснить их загадочной склонностью к коктейлям Молотова, но мы не знаем наверняка. И левые, и крайне левые презирают политический центр. Для них он – гнилой компромисс, с которым нужно бороться как с „правым“.

Те, для кого традиции и национальность являются неотъемлемой частью себя, считают себя политическими „правыми“; если у них на несколько мозговых извилин больше, чем в среднем у их сверстников-единомышленников, пропагандируемых СМИ, они умеют убедительно отстаивать свои взгляды. Кстати, это пример его гильдии, которая практически не представлена в СМИ. СМИ регулярно показывают только хрюкающих, слабо аргументирующих, глупо выглядящих правых. Все они кажутся интеллектуально деградирующими.

Правый – это также тот, кто ненавидит левых, в том числе либералов, потому что их действия приводят к изменениям, которые не имеют ничего общего с консервативными ценностями их мира. По мнению левых, для правого национализм является неотъемлемой частью его мировоззрения, и все, что может разрушить этот образ, точно не будет его другом. Что приводит нас к его брату справа – правым экстремистам, которых иногда банально называют нацистами. Он не очень-то рекомендует себя для получения немецкой интеграционной премии; напротив, он ксенофоб и ненавидит „канаков“, евреев, цыган, „иностранцев“ и тому подобное. Говорят, что иногда его видели на охоте в куртке-бомбере, боевых ботинках и вооруженным бейсбольной битой. Как правило, он носит лысую голову, вероятно, чтобы отличать друга от добычи во время охоты.

Именно так левоцентристы, „фекально-аистичные СМИ“ и стандартизированные обыватели представляют себе „левых“ и „правых“, причем левые воспринимаются СМИ как хорошие, а правые – как человеконенавистники.

После наплыва преимущественно экономически мотивированных беженцев со всего мира произошло еще больше: даже если они означают упадок благосостояния в республике, левые – и леволибералы вроде левого экс-центра – приветствуют всех от Конго до Кундуза и предвкушают пестрое разнообразие (ура, мы становимся беднее). Парадоксально, потому что большинство новоприбывших, вероятно, вообще не признают термина „левые“; в странах их происхождения левых, вероятно, как минимум выпороли бы как подрывные элементы, а в крайнем случае – убили бы.

Правые же, напротив, отвергают этих беженцев в целом и говорят о резкой чрезмерной инородности Германии, о волне, которую необходимо остановить (пока она не поглотила всех немцев). Вот почему – и это уже давно перестало быть слухами под прикрытием конспирологии – часть правых, как говорят, организовала себя как Identitarians, Reich Citizens и Free Saxons, среди прочих. С точки зрения цвета и политики – так утверждают левые – они окрашены в тускло-коричневый цвет, в то время как некая партия AfD в синем якобы борется с демократией (а некоторые левые требуют на демонстрационных знаменах: Убивайте людей из AfD; это пожелание, вероятно, призвано доказать особую любовь левых к демократии).

Вы, конечно, знаете, дорогие читатели, что за различие между левыми и правыми политическими течениями мы должны благодарить Французскую революцию? В то время политические тенденции в Национальном собрании, Конвенте, были разделены на две непримиримые крайности, как физически, так и визуально: левая сторона „le côté gauche“ и правая сторона „le côté droit“. Одни были республиканцами и революционерами, другие – монархистами и консерваторами (в двух словах). Я представляю, что французы того времени выбрали бы обратный порядок рассадки, и Лысый Энрико считался бы левым, а Раста-Иоганнес, как и Олаф Шольц, – нацистом.

Пришло время отказаться от этого деления на левых и правых. Оно устарело и к тому же абсурдно. Границы уже давно размыты, „зеленые“, похоже, действуют в неофашистском ключе, а так называемый политический центр, похоже, формирует „блок левого единства“.

Однако называть среднестатистического избирателя AfD правым так же неуместно, как называть всех „зеленых“ растлителями малолетних только потому, что некоторые ведущие политики „зеленых“ в прошлом пытались легализовать секс с несовершеннолетними.

Это возмутительное предложение быстро ушло в историю, но с нынешней деиндустриализацией, созданием вавилонского плавильного котла в Германии и гротескно абсурдной и на редкость глупой ненавистью к русским и токсичной идолизацией Украины, они, вероятно, нашли себе замену“.

DANTES URTEIL, SELENSKIJS SCHULD.

An den genialen Dante Alighieri zu denken, ist ein Genuss. In seiner „Göttliche Komödie“ weist er dem Verrat als schlimmste aller Sünden den um das Fegefeuer und die Vorhölle engsten Höllenkreis zu, den neunten. Dante argumentiert, für den Verrat sei von Bedeutung, dass zunächst das Vertrauen des Opfers erschlichen werden müsse, bevor zur verratenden Tat geschritten werden kann. Eine besonders verwerfliche Unart, die mit maximaler Strafe geahndet wird, eben jenem neunten Höllenkreis.

Pikanterweise, und während ich dies schreibe kribbelt’s regelrecht in mir, ganz so, als überkäme mich eine Vorahnung, die drauf und dran ist, Fleisch zu werden, schrieb ein Kollege Alighieris, der nicht minder geniale Machiavelli, über eine Erkenntnis, die schaudern macht. Für ihn stand fest, dass der Verrat fundamentaler Bestandteil der Politik sei. Was für ein Fuchs. Chapeau!

Die Vorstellung, ein als solcher festgestellter Verräter am eigen Volk namens Selenskij schmorte im neunten Höllenkreis, gefiele mir zwar, doch führt sie mich, wie jeden um Mitleid und Verständnis Bemühten, zur Frage nach dem Warum? Okay, Sie könnten jetzt sagen, es läge auf der Hand, all der Verrat am eigenen Volk – am gesamten, weil er es zur Schlachtbank führt wider besseres Wissen, und insbesondere am russisch-ethnischen Teil durch kalte Ausgrenzung – sei eben seiner … nein, nicht Dummheit, seiner selbst geschuldet. Denn wirklich dumm ist der weltweit bettelnde Mann mitnichten … Wohl aber scheint er maßlos in seiner Gier, seinen Ambitionen und seiner Hybris, unfähig, die von ihm verschuldete Katastrophe seiner Bevölkerung durch Einsicht und Weitsicht zu mildern … Es wird eng 2024.

DER PLANET, DER STERN SEIN WOLLTE.

Eine Metapher auf Deutsch / Метафора по-русски …

Wo zweigte er ab, der morbide Protagonist napoleonischer Couleur? Ab vom Wege, den er selbst gemalt?

Von Ambitionen überhöht, beschenkt eines Talentes wie Hitler vormals, verfallen jener Sucht, die schon vor der narkomanischen in ihm tobte, der Gefallsucht … die typisch ist für Männer, die viel können, und doch alles tun würden – wenn sie es nur vermöchten.

Ist zu wissen, nicht zu können, die größte aller Strafen für den ach so Gernegroßen?

Als Stern wahrgenommen, von Volk und Publikum, strahlte indes nicht er, sondern die bitter-manisch-süße Groteske, die er ersann, die ihm Glanz verlieh.

Diener des Volkes; legierte Wahrheit. Armes Land am Dnjepr.

Silberner Zunge auf Goldenen Wolken er ritt; was Not tat, spielte er, bravourös, verblendend, verführend. Und tut es noch. Erneut der Braunauische Gevatter an der Gedanken Gedenken pocht.

Ein Blick im Spiegel; ach, wie groß ich doch gern wär’ … Cäsars Vermächtnis verbieten, das fiel nicht schwer …

Wo also kam er ab? Ab wann führte er seine brave Geschichte ad absurdum? Wo widerlegte er sich selbst? Wodurch untergrub er, worauf er tanzt?

Gülden, die trügerische Oligarchenhand, Mephisto lacht; er weiß, das Werk ist vollbracht.

Der Kosmos wartet; ungezählte Fahnen, Ackergold und Himmelfarben, stummen ihr graus’ges Grabeslied.

Nur Sterne strahlen.

Der Planet, der Stern sein wollte, indes Generationen im Feuer verschliss. Ein Stern aber, nein, das ward er nicht.

Mephisto wartend grinst.

ПЛАНЕТА, КОТОРАЯ ХОТЕЛА СТАТЬ ЗВЕЗДОЙ.

Куда он свернул, болезненный герой наполеоновского цвета? Куда он свернул с нарисованного им самим пути?

Возвышенный амбициями, наделенный талантом, как Гитлер до него, пристрастившийся к зависимости, которая бушевала в нем еще до наркоманов, к зависимости от удовольствий… что характерно для людей, которые могут многое и все же готовы на все – если бы только могли.

Неужели осознание того, что ты не можешь этого сделать, – величайшее из наказаний для ограниченного человека?

Однако не он сиял как звезда, воспринимаемая народом и публикой, а созданный им горьковато-маниакально-сладкий гротеск, придававший ему блеск.

Слуга народа; легированная правда. Бедная страна на Днепре.

Серебряным языком на золотых облаках он скакал; что нужно было, то и играл, бравурно, ослепительно, соблазнительно. И до сих пор играет. И снова отец Браунау стучится в мысли воспоминаний.

Взгляд в зеркало; о, каким бы высоким я хотел быть… Запретить наследие Цезаря было несложно…

Так откуда же он взялся? Когда он довел свою хорошую историю до абсурда? Где он опроверг сам себя? Как он подорвал то, на чем танцевал?

Золотая, обманчивая рука олигарха, Мефисто смеется; он знает, что дело сделано.

Космос ждет; бесчисленные флаги, золотые поля и небесные цвета, заглушают их жуткие песнопения.

Сияют только звезды.

Планета, которая хотела стать звездой, пока целые поколения сгорали в огне. Но звездой, нет, она так и не стала.

Мефисто усмехается, выжидая.

MY KÖNIGSBERG TRIP. FINALLY IN RUSSIA.

ENGLISH. на русском. Deutsch.

Few days ago …

IMPRESSIONS, THOUGHTS, INSIGHTS.

„Special military operation“, Russian bashing, embargoes, November weather … Could you imagine a more inappropriate time to travel to Russia? Why am I writing this perhaps somewhat clumsy localisation instead of simply Russia?

„Where are you, Ingo?“ Igor S., a German-Russian living in Switzerland and Leipzig, asked me.

„In Kaliningrad,“ I replied truthfully to his voice message.

„Oh,“ he replied in deep, bubbling Saxon. „That’s not the real Russia.“

This clue in my head, and the knowledge of history, fuelled my already overwhelming curiosity, which may have been spiced with a dash of apprehension. As far as your feet will carry you (there is a German Novell: „So weit die Füße tragen“ … a Book about a escape from a Gulag) warned my friend Michal.

Should you travel to a country that has invaded another? Where are the morals? Shouldn’t we show solidarity …? I think about it. I won’t need it for too long. My Russian visa fees (online visa, child’s play), paid in Arabic dirhams because of the Western SWIFT embargo, were processed via a US company … no kidding. The Americans bought over 440 tonnes of Russian uranium in 2023. The French are cooperating massively with the Russians on nuclear energy issues so that the cheap nuclear power can flow, and also to Germany with a hefty surcharge. Spain is increasing its imports of Russian raw materials by 50% in 2024. The Qataris, from whom the German government is planning to buy LNG gas, will soon be buying Russian weapons again … No, I think, being a bit stupid is okay, but I’m not completely stupid. So let’s go, Kaliningrad, here I come!

Rarely have I experienced such relaxed border guards, easy going, after 45 minutes our bus was through; the only directly connecting public transport. And of course I noticed the one female border official who looked like a top Parisian model. I briefly thought of Leipzig’s female officials, damn, the world is unfair.

My expectations of being stopped every 30 kilometres by greedy traffic policemen eager for bribes were disappointed to the max, no police as far as the eye could see, and in the full 4 days I only saw 5 police cars on the road. Unbelievable, I thought. A cliché collapsed.

Driving into the city centre, I noticed a price tag: Unleaded petrol 95 octane 55 roubles, diesel 62 roubles. I pulled out my iPhone, damn it, my hunch turned out to be true: 55 cents a litre. Okay, I reassured myself, everything else must be terrible for that … In my search for the terrible, however, I only met nice, courteous people, and even the taxi driver insisted on only charging 3000 roubles for the 4 kilometre journey, about 3 euros. The traffic was orderly, relaxed and flowing, far removed from the Polish hectic pace and overtaking on the right.

The search for guilt and a guilty conscience in people’s faces proved to be pointless. And almost rejoicing, I entered the bank in the hope of at least being cheated here. Cards don’t work thanks to the embargo … euro roubles. Sale 1:101, purchase 1:95. Hm, I realised, unfortunately that’s fair.

The Holiday Inn, excellent. A 60 square metre suite for 85 euros a night.

I thought, something must be shit.

So off to the restaurant. An average, good one called „Borscht & Speck“, … Boeuf Stroganoff – 6 euros. Appetisers 3 … that can’t be right, I thought. And so I ordered half the menu, delighted with the complaint I was sure to make. Unfortunately, everything was perfect.

On the second day, off into life. Supermarket, market, shopping malls. Surely the Russians are starving.

A litre of freshly squeezed pomegranate juice in Leipzig costs 15 – 20 euros. In Kaliningrad 4. The markets, full of abundance, were pulsating. Embargo? Don’t make me laugh. You can no longer buy new Western cars, said a German-speaking Russian who was visiting and recognised in me a not uninteresting conversation partner and boldly approached me. A glance round the traffic circle, and yes, hardly any new cars on the roads. In contrast to Warsaw; the Polish metropolis is teeming with new cars, quite a few of them with Ukrainian licence plates. By the way …

Okay, I gave the Russophobes one last chance, maybe Kaliningrad is poor, ugly and …

should I go on writing? It’s all rubbish. Even if Kaliningrad may not be Leipzig – what city could compare with this pearl? – its structure and life cannot be described as unattractive. The Soviet buildings, no problem … Also thanks to German architecture …

Unfortunately, Kaliningrad does not have a classic centre with a market square and pedestrian zone, but they have created a real gem with the fishing village, the historic centre, where chic restaurants nestle along the cultivated water promenade, a stone’s throw from the famous Kant monument and the synagogue. Almost like Gdansk …

On the third day, I explored the region. The 100 euros I gave my driver made him shine and put me at ease; he was at my disposal all day.

I saw the Memel. „From the Adige to the …“ Okay, that was once. Tilsit, today Sovietsk, not worth mentioning.

Then it was off to the Curonian Spit. On the way, the „Dancing Forest“ … Crazy, unexpected, touching. Trees growing into the ground … and back into the sky again, supported by a fairytale mossy ground.

Then into the “high dunes” … Yes … admittedly … unattainably magical … What a light. What a sea. What colours. See the Curonian Spit and die, yes, d’accord …

Foxes on the road, waiting for the traffic and slyly switching between two cars on the opposite side … Cats that are like people. Stupid dogs that run into cars. A topsy-turvy world.

Back in Kaliningrad. What else did I notice? The people have look at me like a Alien, not from this earth. Well, I can handle with that. More? Not a single Turk, not an Arab, not a „coloured“ person. Zero. Which didn’t really torture me now.

What else? Women? Beside of a lot of Matroshkas some real natural beauties, breathtaking, no dolled-up specimens seen … Men?

Russian faces. Practical clothes, hardly any fashion. Countless amber shops from cheap to Louvre-like. Occasional German writing. Royal bakery (Königsbäckerei). Zölter beer.

Alcohol may only be purchased in shops until 8pm. All shops are open every day; there are no closed Sundays. However, there are hardly any people who speak English.

The menus with food photos take some getting used to. The best Greek restaurant in town, with really excellent food, plays more trance than Greek folklore. Not my thing.

News of the conflict in Ukraine is nowhere to be found in the newspapers. Sero. But there are dozens of Telegram channels reporting pro-Russian news. I can’t judge whether the Ukrainians are really finished, as is being reported, but the published photos (from Ukrainian media) were cleverly chosen, because the Ukrainian soldiers on display looked more like a degenerate Volkssturm (Hitler’s last contingent of old people and children) than motivated elite fighters. Propaganda? Certainly not.

The 4 days in Kaliningrad were certainly definitely no propaganda. Conclusion: Great! Just do it, it was worth it.

на русском

Мое „кенигсбергское“ путешествие

Несколько дней назад …

ВПЕЧАТЛЕНИЯ, МЫСЛИ, СООБРАЖЕНИЯ.

„Специальная военная операция“, российская травля, эмбарго, ноябрьская погода … Можно ли представить себе более неподходящее время для поездки в Россию? Почему я пишу эту, возможно, несколько неуклюжую локализацию, а не просто „Россия“?

„Где ты, Инго?“ спросил меня Игорь С., немецко-русский, живущий в Швейцарии и Лейпциге.

„В Калининграде“, – честно ответил я на его голосовое сообщение.

„О, – ответил он на глубоком, бурлящем саксонском. „Это не настоящая Россия“.

Эта подсказка в моей голове и знание истории подогрели мое и без того непомерное любопытство, которое, возможно, было приправлено легкой долей страха. Как бы далеко ни занесли вас ноги (есть такая немецкая новелла: „So weit die Füße tragen“… книга о побеге из ГУЛАГа), – предупредил мой друг Михал.

Стоит ли ехать в страну, которая захватила другую? Где мораль? Разве мы не должны проявить солидарность…? Я думаю об этом. Мне это не понадобится слишком долго. Моя российская виза (онлайн-виза, детская забава), оплаченная в арабских дирхамах из-за эмбарго западной системы SWIFT, была оформлена через американскую компанию… без шуток. Американцы купили более 440 тонн российского урана в 2023 году.

Французы активно сотрудничают с русскими по вопросам атомной энергетики, чтобы дешевая атомная энергия поступала и в Германию с большой наценкой. Испания увеличивает импорт российского сырья на 50 % в 2024 году. Катарцы, у которых немецкое правительство планирует покупать газ LNG, скоро снова будут покупать российское оружие… Нет, я думаю, быть немного глупым – это нормально, но я не совсем глуп. Так что вперед, Калининград, я иду!

Редко когда я сталкивался с такими расслабленными пограничниками, с легким поведением, через 45 минут наш автобус был уже пропущен; единственный прямой общественный транспорт. И, конечно, я обратил внимание на одну женщину-пограничника, которая выглядела как топ-модель из Парижа. Я ненадолго задумался о лейпцигских женщинах-чиновницах, черт возьми, мир несправедлив.

Мои ожидания, что каждые 30 километров меня будут останавливать жадные гаишники, жаждущие взятки, были разочарованы до предела – никакой полиции, насколько хватало глаз, и за все 4 дня я увидел на дороге всего 5 полицейских машин. Невероятно, подумал я. Клише рухнуло.

Въезжая в центр города, я заметил ценник: Неэтилированный бензин 95 октан 55 рублей, дизель 62 рубля. Я достал айфон, черт возьми, моя догадка оказалась верной: 55 копеек за литр. Ладно, успокоил я себя, все остальное должно быть ужасным для этого… Однако в поисках ужасного я встречал только приятных, вежливых людей, и даже таксист настаивал на том, чтобы взять с меня 3000 рублей за 4 километра пути.

Движение было упорядоченным, спокойным и плавным, далеким от польской суеты и обгонов справа.

Поиски вины и совести в лицах людей оказались бессмысленными. И, почти радуясь, я вошел в банк в надежде, что здесь меня хотя бы обманут. Карты не работают из-за эмбарго… еврорубль. Продажа 1:101, покупка 1:95. Хм, понял я, к сожалению, это справедливо.

Холидей Инн, отлично. Номер-люкс площадью 60 квадратных метров за 85 евро за ночь.

Я подумал: что-то должно быть дерьмово.

И пошел в ресторан. Средний, хороший, называется „Борщ и Спек“, … Бефстроганов – 6 евро. Закуски – 3… Этого не может быть, подумал я. И вот я заказал половину меню, радуясь тому, что мне обязательно предъявят претензии. К сожалению, все было идеально.

На второй день мы отправились в жизнь. Супермаркет, рынок, торговые центры. Наверняка русские голодают.

Литр свежевыжатого гранатового сока в Лейпциге стоит 15 – 20 евро. В Калининграде – 4. Рынки, полные изобилия, пульсировали. Эмбарго? Не смешите меня. Вы больше не можете покупать новые западные автомобили, – сказал приезжий немецкоговорящий русский, который распознал во мне небезынтересного собеседника и смело подошел ко мне. Окинул взглядом дорожный круг, и да, новых машин на дорогах почти нет. В отличие от Варшавы, польский мегаполис кишит новыми автомобилями, причем многие из них с украинскими номерами. Кстати…

Ладно, я дал русофобам последний шанс, может быть, Калининград беден, уродлив и…

мне продолжать писать? Это все ерунда. Пусть Калининград и не Лейпциг – какой город может сравниться с этой жемчужиной? – его структуру и жизнь нельзя назвать непривлекательными. Советские здания, без проблем… Также благодаря немецкой архитектуре…

К сожалению, в Калининграде нет классического центра с рыночной площадью и пешеходной зоной, но они создали настоящую жемчужину с рыбацкой деревней, историческим центром, где шикарные рестораны расположились вдоль окультуренного водного променада, в двух шагах от знаменитого памятника Канту и синагоги. Почти как Гданьск…

На третий день я исследовал регион. 100 евро, которые я дал своему водителю, придали ему блеск и успокоили меня; он был в моем распоряжении весь день.

Я увидел Мемель. „От Адидже до…“ Ладно, это было один раз. Тильзит, сегодня Советск, не стоит упоминания.

Затем мы отправились на Куршскую косу. По пути – „Танцующий лес“… Безумно, неожиданно, трогательно. Деревья, вросшие в землю… и снова в небо, поддерживаемые сказочной мшистой землей.

Затем в „высокие дюны“ … Да… признаться… недостижимо волшебно… Какой свет. Какое море. Какие цвета. Увидеть Куршскую косу и умереть, да, согласиться…

Лисы на дороге, пережидающие поток машин и хитро переключающиеся между двумя машинами на противоположной стороне… Кошки, которые похожи на людей. Глупые собаки, которые бросаются на машины. Перевернутый мир.

Возвращаемся в Калининград. Что еще я заметил? Люди смотрят на меня как на инопланетянина, не с этой земли. Ну, с этим я справлюсь. А вот с чем? Ни одного турка, ни одного араба, ни одного „цветного“. Ноль. Что меня теперь не очень-то и мучило.

Что еще? Женщины? Помимо множества Матроскиных несколько настоящих натуральных красавиц, от которых захватывает дух, ни одного накрашенного экземпляра не видел… Мужчины?

Русские лица. Практичная одежда, почти никакой моды. Бесчисленные янтарные лавки – от дешевых до луврских. Изредка встречаются немецкие надписи. Королевская пекарня (Königsbäckerei). Пиво Zölter.

Алкоголь можно купить в магазинах только до 8 вечера. Все магазины открыты каждый день; по воскресеньям не бывает закрытых. Однако здесь почти нет людей, говорящих по-английски.

К меню с фотографиями блюд нужно привыкнуть. В лучшем греческом ресторане города с действительно отличной едой играют больше транс, чем греческий фольклор. Не мое.

Новости о конфликте в Украине нигде не встречаются в газетах. Серо. Зато есть десятки Telegram-каналов, сообщающих пророссийские новости. Не берусь судить, действительно ли украинцам конец, как об этом говорят, но опубликованные фотографии (из украинских СМИ) подобраны с умом, потому что украинские солдаты на них больше похожи на вырождающийся фольксштурм (последний гитлеровский контингент из стариков и детей), чем на мотивированных элитных бойцов. Пропаганда? Нет.

4 дня в Калининграде точно не были пропагандой. Вывод: Отлично! Просто сделайте это, это того стоило.

auf Deutsch …

MEIN KÖNIGSBERG-TRIP

Neulich …

IMPRESSIONEN, GEDANKEN, ERKENNTNISSE

“Militärische Spezialoperation”, Russen-Bashing, Embargos, Novemberwetter … Könnte man sich eine unpassendere Zeit vorstellen, ins russische Staatsgebiet zu reisen? Warum schreibe ich diese vielleicht etwas ungelenke Verortung anstatt nicht einfach Russland?
„Wo bist du, Ingo?“, fragte mich Igor S., ein in der Schweiz und Leipzig lebender Deutsch-Russe.
„In Kaliningrad“, antwortete ich wahrheitsgemäß auf seine Sprachnachricht.
„Ach“, entgegnete er in tief blubberndem Sächsisch. „Das ist ja gar nicht das echte Russland.“

Diesen Hinweis im Kopf, und das Wissen um Geschichte, beflügelte mich meine ohnehin überwältigende Neugier, die mit einem Schuss Bedenken gewürzt sein mochte. So weit die Füße tragen (Sie kennen das Buch?) … mahnte mein Freund Michal.

Sollte man in ein Land reisen, das ein anderes überfallen hat? Wo bleibt die Moral? Müsste man sich nicht solidarisch …? Ich denke nach. All zu lange brauche ich das nicht. Meine russischen Visa-Gebühren (online Visum, kinderleicht), bezahlt wegen des westlichen SWIFT-Embargos in arabischen Dirham, wurden über ein US-Amerikanisches Unternehmen abgewickelt … kein Scherz. Die Amis kauften in 2023 über 440 Tonnen russisches Uran. Die Franzosen kooperieren mit den Russen massiv in Belangen der Atomenergie, damit der billige Atom-Strom fließen kann, und mit sattem Aufschlag auch nach Deutschland. Spanien erhöht 2024 seine Einfuhr russischer Rohstoffe um 50%. Die Kataris, von denen die deutsche Regierung plant LNG Gas zu kaufen, erwerben demnächst wieder russische Waffen … Nein, denke ich, ein bisschen blöd sein ist ganz okay, aber völlig verblödet bin ich nicht. Also auf geht’s, Kaliningrad, ich komme!


Selten so entspannte Grenzer erlebt, easy going, nach 45 Minuten war unser Bus durch; das einzige noch direkt verbindende öffentliche Verkehrsmittel. Und natürlich fiel mir die eine Grenzbeamtin auf, die aussah wie ein Pariser Top-Modell. Ich dachte kurz an Leipzigs Beamtinnen, verdammt, die Welt ist ungerecht.
Meine Erwartungen, alle 30 Kilometer von raffgierigen und auf Bestechung erpichten Verkehrspolizisten angehalten zu werden, wurde maximal enttäuscht, keine Polizei soweit das Auge reichte, und in den vollen 4 Tagen sah ich überhaupt nur 5 Polizeiwagen auf der Straße. Unglaublich, dachte ich. Ein Klischee brach in sich zusammen.
Beim Einfahren in die City fiel mir ein Preisschild auf: Benzin bleifrei 95 Oktan 55 Rubel, Diesel 62. Hä? Das iPhone gezückt, verdammt, meine Ahnung erwies sich als wahr: 55 Cent der Liter. Okay, beruhigte ich mich, dafür muss alles andere ganz furchtbar sein … Auf der Suche nach dem Furchtbaren begegneten mir indes nur nette, zuvorkommende Menschen, und selbst der Taxifahrer bestand darauf, nur 3000 Rubel für die 4 Kilometer Fahrt zu kassieren, etwa 3 Euro. Der Straßenverkehr geordnet, entspannt, flüssig; weit entfernt von der polnischen Hektik und Rechtsüberholern.
Die Suche nach Schuld und schlechtem Gewissen in der Menschen Gesichter erwies sich übrigens als sinnlos. Und beinahe frohlockend betrat ich die Bank, in der Hoffnung, wenigstens hier beschissen zu werden. Karten funktionieren ja nicht dank des Embargos … Euro-Rubel. Verkauf 1:101, Ankauf 1:95. Hm, reüssierte ich, das ist leider fair.
Das Holiday Inn, exzellent. Eine 60 QM Suite für 85 Euro die Nacht.
Ich dachte, irgendwas muss doch Scheiße sein. Also auf ins Restaurant. Ein durchschnittlich-gutes, namens „Borscht & Speck“, … Boeuf Stroganoff – 6 Euro. Vorspeisen 3 … das kann nicht sein, dachte ich. Und so bestellte ich, mich diebisch über meine sicherlich folgende Beschwerde freuend, die halbe Karte. Leider war alles perfekt.
Am zweiten Tag, ab ins Leben. Supermarkt, Markt, Shoppingmalls. Sicher darben die Russen, am Hungertuch nagend.
Ein Liter frisch gepresster Granatapfelsaft in Leipzig kostet 15 – 20 Euro. In Kaliningrad 4. Die Märkte, voll des Überflusses, pulsierten. Embargo? Dass ich nicht lache.

Man könne keine westlichen Neuwagen mehr kaufen, meinte ein deutsch sprechender Russe, der auf Besuch war und in mir einen nicht uninteressanten Gesprächspartner erkannte, mich mutig ansprach. Ein Blick ins Verkehrsrund, und ja, kaum Neuwagen auf den Straßen. Im Gegensatz zu Warschau; die polnische Metropole wimmelt nur so von Neuwagen, nicht wenige davon mit ukrainischen Nummernschildern. Nebenbei bemerkt …

Okay, gab ich den Russenhassern eine letzte Chance, vielleicht ist Kaliningrad ärmlich, hässlich und … soll ich weiter schreiben? Alles Quatsch. Auch, wenn Kaliningrad kein Leipzig sein mag – welche Stadt könnte sich schon mit dieser Perle vergleichen? – sind Struktur und Leben als nicht unattraktiv zu bezeichnen. Die sowjetischen Bauten, geschenkt … Auch dank deutscher Archtektur … Leider gibt es in Kaliningrad kein klassisches Zentrum mit Markplatz und Fußgängerzone, dafür haben sie mit dem Fischerdorf, dem historischen Zentrum, ein echtes Kleinod geschaffen, wo sich, einen Steinwurf vom berühmten Kant-Denkmal und der Synagoge entfernt, schicke Restaurants an die kultivierte Wasserpromenade schmiegen. Beinahe wie in Danzig …

Am dritten Tag erkundete ich die Region. Die 100 Euro, die ich meinem Fahrer gab, ließen ihn erstrahlen und mich beruhigen; er stand mir den ganzen Tag zur Verfügung.

Ich sah die Memel. „Von der Etsch bis an die …“ Okay, das war einmal. Tilsit, heute Sowjetsk, nicht der Rede wert.

Dann ging’s zur Kurischen Nehrung. Auf dem Weg, der „Tanzende Wald“ … Irre, unerwartet, zauberhaft. Bäume, die in den Boden wachsen … und wieder zurück in den Himmel, getragen von einem märchenhaften Moosboden.

Dann in die Dünen … Ja … zugegeben … unerreichbar magisch … Was für ein Licht. Was für ein Meer. Was für Farben. Die Kurische Nehrung sehen und sterben, ja, d’accord …

Auf der Straße Füchse, die den Verkehr abwarten und schlau zwischen zwei Autos zur gegenüber liegenden Seite wechseln … Katzen, die wie Menschen sind. Dumme Hunde, die in Autos laufen. Verkehrte Welt.

Zurück in Kaliningrad. Was fiel mir noch auf? Kein einziger Türke, kein Araber, kein Farbiger. Null. Was mich jetzt nicht wirklich störte.

Was noch? Frauen? Echte Naturschönheiten, atemberaubend, keine aufgetakelten Exemplare gesehen … Männer? Russische Gesichter. Praktische Kleidung, kaum Mode. Unzählige Bernstein-Shops von billig bis Louvre-like. Gelegentlich deutsche Schrift. Königsbäckerei. Zölter Bier.

Alkohol darf in Geschäften nur bis 20 Uhr erworben werden. Alle Geschäfte sind zudem jeden Tag geöffnet; es gibt keinen geschlossenen Sonntag. Allerdings gibt es auch kaum Menschen mit Englischkenntnissen.

Die mit Essensfotos versehenen Speisekarten, gewöhnungsbedürftig. Im besten Griechen der Stadt, mit wirklich exzellenten Speisen, spielt man eher Trance denn griechische Folklore. Nicht mein Ding.

In den Zeitungen sucht man vergeblich Nachrichten vom Konflikt in der Ukraine. Sero. Dafür gibts Dutzende Telegramm-Kanäle, die darüber pro-russisch, berichten. Ob die Ukrainer wirklich am Ende sind, wie da kolportiert, kann ich nicht beurteilen, aber die veröffentlichten Fotos (aus ukrainischen Medien) ukrainischer Soldaten sehen eher nach degeneriertem Volkssturm aus, denn nach motivierten Elite-Kämpfern. Propaganda? Wohl kaum.

Garantiert keine Propaganda waren die 4 Tage Kaliningrad. Fazit: Klasse! Einfach machen, es hat sich gelohnt.“