UKRAINISCHES CREDO. SCHMETTERLINGSEFFEKT.

Der mit Streumunition ausgeführte Angriff der ukrainischen Streitkräfte auf das (zivile) Stadtzentrum des russischen Belgorod mit über 24 Toten (darunter drei Kinder) lässt tief blicken und hinterlässt eine Visitenkarte des fauligen Charakters der Kiewer Regierungs-Clique.

Unübersehbar, der erbärmliche Versuch, Russland zu einer ähnlich gelagerten Reaktion zu provozieren, um dann tote ukrainische Babies medienwirksam in die Kameras zu halten, gepaart mit erneuter Bettelei nach Geld und Waffen.

Die Kiewer Machthaber gebären sich typisch. Ukrainisch. Aber inzwischen lesbar und nicht mehr zu missdeuten. Ihnen entgleitet in Bälde alles. Diese Angst treibt sie. Deshalb greifen sie zu derartigen Mitteln. Es muss davon ausgegangen werden, dass sie, wenn sich ihre Lage weiter verschlimmert, wovon auszugehen ist, einen Giftgasangriff unter “False Flag” initiieren. Quasi als letzten Versuch … Russland, aufgepasst!

Behinderte an die Front zu schicken, anstatt menschlich zu betreuen, ist da – leider – nur ein Mosaikstein im Ukrainischen Credo. Irgendwann werden es dann doch gepresste Frauen sein, Jungs unter 23 Jahren … All das, um irgendwie durchzuhalten. Gerade jetzt, wo die Finanzierung wankt.

Wie von einem sehr schätzenswerten, da objektiven Telegramm-Kanal („news mal anders“) vom Betreiber persönlich zu hören war, wird es physisch nicht möglich sein, die Ukraine militärisch so in die Knie zu zwingen, dass der Spuk Selenskijs & Co. bald vorbei sein wird. Die Ukrainische Armee sei noch zu stark, die topografischen Gegebenheiten zu kompliziert, und die Russische Armee trotz einer enormen Lernkurve und taktischen Erfolgen in 2023 nicht stark genug … Ja, das scheint sehr sinnvoll, und in der Abwägung von Kräfteverhältnissen auch richtig.

Aber … es gibt einen Effekt, der eintreten könnte, wenn bestimmte Voraussetzungen gegeben sind.

Welche sind das?

Geldmangel. Hat das Regime kein Geld mehr, ist es innerhalb von zwei bis drei Monaten am Ende, es käme zu Unruhen, tödlicher Inflation, Aufständen, Maidan 3.0. Auch die Soldaten rebellierten.

Weitere Niederlagen. Der stete Rückwärtsgang hinterlässt Spuren. Verzweiflung, Panik und sinkende Moral sind die Folge. Damit lässt sich nicht dauerhaft Krieg führen, selbst dann nicht, wenn man eine Art “modernen Goebbels” an der Spitze als Propagandist hat.

Innere Wehrkraftzersetzung. Die “Arbeit” der Seelenjäger zeugt nicht nur von der kaum noch vorhandenen Verteidigungsmoral der Ukrainer, sondern macht viele schlicht wütend. “Gepresste Kämpfer” sind eigentlich ein Oxymoron; sie laufen weg, wenn sich die Gelegenheit ergibt, sind also gar keine Kämpfer. Das kann dauerhaft nicht funktionieren.

Munitionsmangel. Sieht trübe aus für die Ukraine …

Fehlende Motivation. Die Mär vom sein Land gegen den „bösen Russen“ verteidigenden Patrioten hat Risse, durch die Millionen schlüpfen. Die ukrainische Motivation fußt oft auf fauligem Boden; damit fehlt für viele eine essentielle Legitimation. Das wird noch befeuert durch das korrupte und moralisch verkommene System in der Ukraine an sich. Die einfachen Leute – selbst wenn sie teilweise russophob sein sollten – wachen auf und fragen sich, für wen sie sich zerfetzen lassen sollen. Für die Party-Clique in Kiew? Für die scheinheilige Moral des Westens, genannt „Freiheit“? Für aberwitzige Propaganda?

Es ist nicht undenkbar, dass all diese Konstellationen im Falle des Zusammenwirkens zu einer Domino-Dramatik führen, die eine militärische Niederlage unnötig machen. Und das im Turbo-Modus.

Das, was sich der kollektive Westen erhofft (und damit seine Unkenntnis an sich belegt), eine innere Zersetzung Russlands, wird paradoxerweise umgekehrt, die Ukraine wird innerlich zersetzt.

Jetzt vielleicht noch kaum vorstellbar, aber fangen die Dominosteine an zu fallen, geht es unaufhaltbar schnell. Das kann von Jetzt auf Morgen passieren. Russland muss nur den Druck aufrecht erhalten und „sauber“ bleiben, „False Flagg-Aktionen” im Keim ersticken.

ENGLISH VERSION

The attack by the Ukrainian armed forces on the (civilian) city centre of the Russian city of Belgorod, which left over 22 dead (including three children), is deeply disturbing and leaves behind a calling card of the rotten character of the Kiev government clique.

The pathetic attempt to provoke Russia into a similar reaction in order to then hold dead Ukrainian babies up to the cameras for media attention, coupled with renewed begging for money and weapons, cannot be overlooked.

The Kiev rulers are giving birth in typical fashion. Ukrainian. But now legible and impossible to misinterpret. Everything will soon slip away from them. This fear drives them. That’s why they resort to such means. It must be assumed that if their situation continues to deteriorate, which is likely, they will initiate a false flag poison gas attack. Almost as a last ditch effort … Russia, watch out!

Sending disabled people to the front instead of providing human support is – unfortunately – just one piece of the mosaic in the Ukrainian credo. At some point it will be women under pressure, boys under the age of 23 … All this to somehow hold out. Especially now, when funding is tottering.

As we heard from a very estimable, objective Telegram channel („news mal anders“) from the operator himself, it will not be physically possible to bring Ukraine to its knees militarily in such a way that the spook of Zelensky & Co. will soon be over.

The Ukrainian army is still too strong, the topographical conditions are too complicated, and the Russian army is not strong enough despite an enormous learning curve and tactical successes in 2023 … Yes, that seems very sensible, and also correct when weighing up the balance of power.

But … there is an effect that could materialise if certain conditions are met.

What are they?

Lack of money. If the regime runs out of money, it will be finished within two to three months, there would be unrest, deadly inflation, riots, Maidan 3.0. The soldiers also rebelled.

More defeats. The constant backsliding leaves its mark. Despair, panic and falling morale are the result. This is no way to wage war in the long term, even if you have a kind of „modern Goebbels“ at the top as a propagandist.

Inner decomposition of defence forces. The „work“ of the soul hunters not only testifies to the barely existing defence morale of the Ukrainians, but also simply makes many people angry. „Forced fighters“ are actually an oxymoron; they run away when the opportunity arises, so they are not fighters at all. This cannot work in the long term.

Lack of ammunition. Looks bleak for Ukraine …

Lack of motivation. The myth of the patriot defending his country against the „evil Russians“ has cracks through which millions are slipping. Ukrainian motivation is often based on rotten soil, which means that many lack essential legitimisation. This is fuelled by the corrupt and morally degenerate system in Ukraine itself. Ordinary people – even if some of them are Russophobic – are waking up and asking themselves who they should let themselves be torn apart for. For the cocain clique in Kiev? For the hypocritical morality of the West called „freedom“? For ludicrous propaganda?

It is not inconceivable that all of these constellations, if they work together, could lead to a domino drama that makes a military defeat unnecessary. And in turbo mode.

Paradoxically, what the collective West hopes for (and thus proves its own ignorance), an internal disintegration of Russia, will be reversed: Ukraine will be internally disintegrated.

It may be hard to imagine now, but once the dominoes start to fall, it will happen unstoppably fast. It can happen from now to tomorrow. Russia just has to keep up the pressure and stay „clean“, nipping „false flag actions“ in the bud.

Лицо любви. Ein Gesicht der Liebe.

Поэтическое определение на русском и немецком/DEUTSCH языках

И вот ты стоишь. Ты, моя любовь, на которую я надеялся, как на боль, которая утихает, и вдруг, как порыв ветра, прекрасная, как ничто другое, преграждаешь мне путь во тьму.

То, что я когда-то видел в будущем, стерлось, а то, что должно произойти, я вижу; когда Зевс взмахнет своим скипетром, все ады и все небеса станут явью, если он того пожелает.

Совершенство – пространство, которое ты заполняешь. Сухая земля, по которой ты не ступаешь. Бесполезно время, которое проходит без тебя.

Но я буду питаться счастьем тоски, пока дни не станут нашими. И годы. И все последующие десятилетия.

DEUTSCHE VERSION

Da stehst du also, erhofft wie weichender Schmerz, plötzlich wie die Bö, schön wie nichts anderes, und versperrst mir den Weg in die Finsternis.

Was ich einst in der Zukunft sah, ist getilgt, was kommen wird, sehe ich; wenn Zeus das Zepter schwingt, geschehen alle Höllen, und alle Himmel, verlangt es ihn danach.

Vollkommen, der Raum, den du füllst. Trocken, das Land, das deiner bar sein muss. Unnütz, die Zeit, die ohne dich vergeht.

Doch ess’ ich auf, das Sehnsuchtsglück, bis die Tage unser sind. Und die Jahre. Und alle Dekaden die folgen.

плыву в свете


„Все течет, рядом со мной время обещает; сметает жажду печали,
тоска никогда не умирает.
Мы похожи на корабль,
а моря уже ждут;
ты чувствуешь вкус брызг на волнах, пропитанных солью парусины и досок? знакомые маршруты, оцепеневшие маки, море или поле, жизнь призывает наш звук. крылья, которые дарит любовь,
не спрашивайте о конце пути;
черная жемчужина, отвергнутая стихийная сила,
как душа, так и руки.
Я держу твое лицо в хлопающих крыльях, в теплом дожде;
Твоя милость – свет для меня,
найти тебя было для меня благословением“.

EINBAHNSTRASSE UKRAINE. EIN STANDPUNKT.

Auf Deutsch и русском языках …

Die jüngste Äußerung eines russophoben deutschen Politikers, zweifellos einer der schärfsten verbalen Kriegsunterstützer der Ukraine, entlarvte den Aberwitz, die Unkenntnis und nicht zuletzt den Geschmack der sich abzeichnenden ukrainischen Niederlage in diesem Protagonisten. Nicht irgendwer, nein, ein Spitzenpolitiker und Dauergast in deutschen Talk-Shows, ein s.g. Meinungsbildner also.

Seine Äußerung, die kriegsflüchtigen, in Deutschland und anderswo in der EU lebenden männlichen Ukrainer zu motivieren, in ihr Land zurückzukehren und an die Front zu gehen, die Lücken zu füllen und zu kämpfen (und damit hochwahrscheinlich zu sterben, denn die Lebenserwartung eines ukrainischen Soldaten an der Front soll Aussagen westlicher Söldner nach nur wenige Tage betragen) zeugt aber auch von ideologisch zementierter Blindheit.

Diese Äußerung fußt zudem auf irrigen faktischen Annahmen, denn weder sind „die Ukrainer“ ein homogenes Staatsvolk, das willens und entschlossen sei, gegen den „bösen“ Russen geeint unter Einsatz des Lebens „fürs Vaterland“ zu Felde zu ziehen, noch sehen viele einen Sinn darin, ihr teils gesponsertes Leben im Westen gegen den nasskalten, todbringenden Schützengraben in einem Gebiet einzutauschen, dass ohnehin überwiegend von russischstämmigen- und treuen Menschen bewohnt wird.

Dieser Spitzenpolitiker mischte sich – wie der sprichwörtliche Elefant im Porzellanladen – pauschal wie herablassend-dozierend zudem in die unantastbare Würde des Menschen ein; sie ist nämlich untrennbar mit eines Jedem Leben verbunden. Ist man erst tot, hat man auch keine Würde mehr. Es ist sehr bequem, vom warmen, behaglichen Berlin aus zu erwarten, man habe nach gelungener Flucht und offenbar wenig bis gar keiner Verbundenheit mit der Ukraine (jedenfalls nicht genug um für sie zu kämpfen) als mit der Waffe in der Hand zu verteidigendes Vaterland, seine Würde zu Lebzeiten gegen keine nach dem Tod einzutauschen.

Hochintelligent und sinnfreies Zeug schwätzen? Ein Widerspruch?

Nein. Es ist nur ein scheinbares Paradaxon, einerseits hochintelligent zu sein, gebildet, eloquent und schlagfertig, und anderseits anmaßend, naiv und kurzsichtig zu denken und zu handeln.

Was scheinbar unvereinbar ist, ist signifikant für so manchen deutschen Transatlantiker. Hybris ist der Grund, und Arroganz …

Schon oft unterschätzten Feinde die Russen kolossal – und mussten dann doch ihre tödlichen Fehler eingestehen. Die Mongolen 1380 bei Tula, die Polen nach 1686, mehrmals die Türken, Napoleon, Hitler und sein Generalstab … Nun unterschätzt der Westen Russland zum Preis des Staates Ukraine. Zum Preis „Kämpfen bis zum letzten Ukrainer“.

Aber: Nur wer „die“ Russen wirklich tiefer kennen gelernt hat, ihre Geschichte, ihren Leidensweg während mehrerer Epochen, ihre phönixgleichen Aufstiege, ihre Entbehrungen, die bitteren Niederlagen, die Opfer der Nation (u.a. „amargeddonhafte“ Siebenundzwanzigmillionen Menschen im 2. Weltkrieg!), der Menschen Stolz, deren Trauer und tiefgründige Sehnsucht, ihren Hang zur Melancholie und überbordenden Freude, ihre entwaffnende Aufrichtigkeit, ihre Gnadenlosigkeit und Gnade, ihre emotionalen Wogen die sie innerlich bestimmen, treiben, lenken, und jenen Pragmatismus, den es so nur in Russland gibt, weiß sie, die Russen, auch einzuschätzen, ggfs. zu fürchten, zu lieben – und wertzuschätzen. Da reicht es nicht, Winke, Winke in Kiew zu veranstalten, den dortigen Russenhassern nachzuplappern oder sich über russische Propaganda zu empören. Wenn es drauf ankommt, ist der Russe standhaft, das russische Volk geeint, trotz aller Widrigkeiten, von einer Minderheit abgesehen. Das haben die (deutschen) Transatlantiker nie begriffen, und sind nun gezwungen, Kassensturz zu machen, leidvoll alles selbst zu riskieren – oder zu liquidieren. Dass Ersteres nur zu einer Neuauflage der bisherigen Fehleinschätzung und zum Scheitern verurteilten Erwartungshaltung führen wird, somit die ukrainische Niederlage, des Landes Leid, nur hinauszögert und verlängert, begreifen nur jene, die selbstkritisch ihren Blick auf Russland aufklaren. Und wer vermag schon, sich selbst infrage zu stellen?

In jedem Fall ist es beinahe köstlich zu sehen, wie ungelenk, durchschaubar bis hochnotpeinlich versucht wird, aus der sich anbahnenden Katastrophe medial einen Erfolg herbeizugurken.

Die Ukrainer indes sind innerstaatlich höchst zerstritten; während man im Lemberger Bogen, in Kiev und in der Zentralukraine viele russophobe, patriotische Ukrainer findet, viele von ihnen sehr nationalistisch geprägt, nicht wenige faschistisch, sieht es in den Grenzregionen zu Russland, im Donbas und vielerorts auch im Süden ganz anders aus. Die Menschen dort fühlen sich als „Brüder“ der Russen, wenn nicht gar als Russen mit ukrainischem Pass selbst.

Ein treffender Beleg könnte aktuell die Stadt Sumy im Nordosten der Ukraine sein, hernach sich lediglich acht Prozent der wehrfähigen Männer im Rahmen der Mobilisierung zum Dienst an der Waffe gemeldet haben. Die Leute dort wollen mehrheitlich nicht für eine „freie“ Ukraine sterben, die dann Teil der NATO und EU wird. Und schon gar nicht, wenn sie wissen, wie die Dinge in der Ukraine ansonsten und unverändert gehandhabt werden. Alles bleibt beim Alten … Korruption, politische Bevormundung (Russenhass, politisch motivierte Morde im In- und Ausland, Staatsterror, Wahl-Manipulationen etc.), soziale und gesellschaftszivile Ungerechtigkeiten (während die Techno-Clubs voll sind, kämpfen die Alten und Verwitweten um jede Griwna; andere holen sich ihr Bürgergeld in Deutschland ab und feiern zuhause Party), u.s.w. 

Nicht zuletzt spüren und wissen immer mehr Ukrainer, dass die Kriegsgründe nicht auf die angebliche Raubsucht der Russen respektive Putins zurückzuführen ist … die Ukrainer wissen inzwischen, da steckt mehr dahinter, geopolitischen Ursprungs. Und sie sehen das Chaos im eigenen Land, wissen um einen Präsidenten, der vor politischem Mord nicht zurückschreckt, der Zig-Millionen Dollar nach Panama verschoben hat, der sich vor der anstehenden Wahl zu drücken sucht … und der ganz sicher nicht der Präsident aller Ukrainer ist, denn die Russischstämmigen behandelt er unwürdig. 

Während es Präsident Putin problemlos schaffte, rund vierhunderttausend Zeitsoldaten zu rekrutieren, auf freiwilliger Basis wohlgemerkt, sind die Telegramm-Kanäle voll von Ukrainern, die zwangsrekrutiert werden, sich mit Händen und Füßen wehren, voller Verzweiflung, denn sie wissen, der Tod wartet auf sie. Sieht so eine patriotische Einheitsfront aus?

Deutsche Politiker und Medien, erkennt euren Irrtum, mit dem aktuellen ukrainischen Regime unterstützt ihr die Falschen.

Und auch angebliche Fortschritte bei der Erfüllung von EU-Standards der Ukraine zum vorschnell herbei geredeten EU-Beitritt sind freilich großenteils getürkt; es wird geschönt, gefälscht, vorgegaukelt, um an die EU-Geldtöpfe zu kommen. So simpel ist das. Ein weiterer Hintergrund ist klar, denn mit einem vorzeitigen, übers Knie gebrochenen EU-Beitritt will die EU-Führung, insbesondere Ursula von der Leyen, einen auch militärischen Schutzschirm entfalten. Aber auch dieser Zug ist abgefahren. Jene Ukraine, die theoretisch fähig sein könnte, in die EU aufgenommen zu werden, wurde spätestens begraben, als die Friedensverhandlungen letztes Jahr scheiterten und die Ukraine auf Boris Johnson’s Geheiß die Verhandlungen abbrach. Fataler könnte ein Fehler nicht sein. 

Es ist Zeit den Stecker zu ziehen. Sofort. Andernfalls wird von der Ukraine nichts mehr übrigbleiben. Und das hätten all jene mitzuverantworten, die Selenskij & Co. darin bestärkten, eine realistische Chance gegen ein offensichtlich geeintes und sich in seiner Sicherheit bedroht fühlendes Russland zu haben. 

Wenn es einen Ukrainischen Spirit gibt (oder je einen gab), im entelechischen Sinne, dann wird der auch bestimmt von – neben wenig beeindruckenden positiven Eigenschaften – einer typischen Gier und Wendehälserischkeit, auch psychisch bedingten Undankbarkeit des Regimes.

УЛИЦА С ОДНОСТОРОННИМ ДВИЖЕНИЕМ УКРАИНА. ТОЧКА ЗРЕНИЯ.

Последнее заявление русофобского немецкого политика, несомненно, одного из самых ярых словесных сторонников войны на Украине, обнажило абсурдность, невежество и, не в последнюю очередь, привкус надвигающегося украинского поражения в этом протагонисте. Не просто кто-то, нет, высокопоставленный политик и постоянный гость немецких ток-шоу, так называемый лидер мнений.

Однако его заявление о том, чтобы мотивировать мужчин-украинцев, бежавших от войны и живущих в Германии и других странах ЕС, вернуться в свою страну и отправиться на фронт, заполнить пробелы и сражаться (а значит, скорее всего, погибнуть, так как продолжительность жизни украинского солдата на фронте, по словам западных наемников, составляет всего несколько дней), также свидетельствует об идеологически сцементированной слепоте.
Это утверждение также основано на ошибочных фактических предположениях, поскольку ни „украинцы“ не являются однородной нацией, готовой и решительно настроенной на борьбу со „злыми“ русскими, объединенной риском для жизни „за Родину“, ни многие из них не видят смысла менять частично спонсируемую жизнь на Западе на холодные, сырые, смертельно опасные окопы на территории, которая уже преимущественно населена людьми русского происхождения и лояльности.

Подобно пресловутому быку в посудной лавке, этот высокопоставленный политик с размаху и покровительственно вмешался в неприкосновенное достоинство человека, которое неразрывно связано с жизнью каждого. Когда вы мертвы, у вас больше нет достоинства. Очень удобно ожидать из теплого, уютного Берлина, что после успешного побега и, очевидно, мало-мальски привязанного к Украине (по крайней мере, не настолько, чтобы сражаться за нее) отечества, которое нужно защищать под дулами автоматов, нужно обменять свое достоинство при жизни на отсутствие такового после смерти.
Высокоинтеллектуальный и несущий чушь? Противоречие?
Нет. Это лишь кажущийся парадокс – быть высокоинтеллектуальным, образованным, красноречивым и быстро соображающим, с одной стороны, и думать и действовать самонадеянно, наивно и недальновидно – с другой. То, что кажется несовместимым, для многих немецких трансатлантиков имеет большое значение. Причина – гордыня и высокомерие. Враги часто колоссально недооценивали русских – и потом вынуждены были признавать свои фатальные ошибки. Монголы под Тулой в 1380 году, поляки после 1686 года, турки несколько раз, Наполеон, Гитлер и его генштаб… Теперь Запад недооценивает Россию ценой государства Украина. Ценой „борьбы до последнего украинца“.

Но читать их умеют только те, кто по-настоящему глубоко узнал „русских“. Кто из высокомерных трансатлантистов знает историю России в деталях? Знает путь страданий на протяжении нескольких эпох? Знает восхождения, подобные восхождению феникса? Знает тяготы, горькие поражения, жертвы народа, включая „амаргеддон“ двадцати семи миллионов человек во Второй мировой войне? Знают ли люди свою гордость, свое горе и свою глубокую тоску? Знает их склонность к меланхолии и буйной радости, их обезоруживающую искренность, их безжалостность и милосердие? Знает ли она, какие эмоциональные волны определяют, движут и направляют ее внутреннее состояние и прагматизм, который существует только в России? Только тогда вы узнаете, как бояться, любить и ценить русских. Недостаточно просто повторять за русофобами в Киеве или возмущаться российской пропагандой. Когда нация находится под угрозой, русские непоколебимы, русский народ един, несмотря на все невзгоды, за исключением меньшинства.

Трансатлантисты (немецкие) этого так и не поняли, и теперь вынуждены подводить итоги, рисковать всем – или ликвидироваться. Только те, кто самокритично смотрит на Россию, понимают, что первое приведет лишь к новому изданию прежних ошибочных суждений и обреченных ожиданий, а значит, лишь отсрочит и продлит поражение Украины и страдания страны. А кто способен сомневаться в себе? В любом случае, почти восхитительно видеть, как неуклюже, прозрачно и крайне неловко предпринимаются попытки превратить надвигающуюся катастрофу в медийный успех.
Украинцы, тем временем, сильно разделены внутри страны; в то время как на Львовской дуге, в Киеве и в центральной Украине есть много русофобски настроенных, патриотичных украинцев, многие из которых очень националистичны, а многие и фашисты, в приграничных с Россией районах, на Донбассе и во многих местах на юге ситуация совершенно иная. Там люди чувствуют себя „братьями“ русских, если не сами являются русскими с украинскими паспортами.

Хорошим примером тому может служить город Сумы на северо-востоке Украины, где только восемь процентов мужчин, годных к военной службе, записались на службу в рамках мобилизации. Большинство людей там не хотят умирать за „свободную“ Украину, которая затем станет частью НАТО и ЕС. И уж точно не тогда, когда они знают, как обстоят дела на Украине в остальном и неизменном виде. Все остается по-прежнему… Коррупция, политический патернализм (ненависть к России, политически мотивированные убийства внутри страны и за рубежом, государственный террор, манипуляции на выборах и т.д.), социальная и социально-гражданская несправедливость (в то время как техно-клубы переполнены, старики и вдовы борются за каждую гривну; другие собирают свое пособие в Германии и веселятся дома) и так далее.
И последнее, но не менее важное: все больше украинцев чувствуют и знают, что причины войны кроются не в мнимой жестокости русских или Путина… Украинцы теперь понимают, что за этим стоит нечто большее, имеющее геополитическое происхождение. И они видят хаос в собственной стране, знают о президенте, который не стесняется политических убийств, который перевел десятки миллионов долларов в Панаму, который пытается избежать предстоящих выборов… и который точно не является президентом всех украинцев, потому что недостойно относится к людям русского происхождения.

В то время как Путин без проблем набрал около четырехсот тысяч регулярных солдат, причем на добровольной основе, в Telegram-каналах полно украинцев, которых набирают насильно, полные отчаяния, потому что знают, что их ждет смерть. Разве так выглядит патриотический единый фронт?
Немецкие политики и СМИ, осознайте свою ошибку, с нынешним украинским режимом вы поддерживаете не тех людей.
А предполагаемый прогресс в выполнении Украиной стандартов ЕС для спешно придуманного вступления в Евросоюз, конечно же, во многом фальшивый; он приукрашен, сфальсифицирован, подделан для того, чтобы получить денежные горшки ЕС. Все просто. Понятна и другая подоплека: руководство ЕС, в частности Урсула фон дер Ляйен, хочет развернуть военный оборонительный щит, преждевременно вступив в ЕС. Но и этот поезд уже ушел со станции. Украина, которую теоретически можно было бы принять в ЕС, была похоронена в самое последнее время, когда мирные переговоры провалились в прошлом году и Украина прервала переговоры по указанию Бориса Джонсона. Ошибка не могла быть более фатальной.
Пришло время выдернуть пробку. Немедленно. Иначе от Украины ничего не останется.

И в этом отчасти повинны все те, кто убеждал Зеленского и Ко в том, что у них есть реальные шансы против явно единой России, которая чувствовала угрозу своей безопасности.
Если и существует украинский дух в энтелехийном смысле, то его, помимо не самых впечатляющих положительных качеств, характеризуют также типичная жадность и продажность, а также психологически обусловленная неблагодарность режима.

Orchestra

The air that surrounds you is like fleece that wants to touch and pamper your skin. And the air you breathe is a pull into the deepest beauty; this air is not consumed, it transforms into your smile. The sensation which you are let the world has shone differently since. It sparkles like a diamond. Life is beach, and you are the symbiotic of water, sand, air and sun, an orchestra of miracle’s …

TITANIC X.0

Eine Standortbestimmung auf Deutsch und Russisch.

Анализ местоположения на немецком и русском языках.


Es mag zynisch sein, zu sagen: Ich hab’s ja vorausgesagt, aber … ich hab’s ja vorausgesagt.

All die Lügen des Westens über Russland und seinen gewählten Präsidenten Wladimir Putin, über dessen angeblichen Gründe zum Überfall auf die Ukraine und seine Ambitionen darüber hinaus, über den täglichen Frontverlauf, über den Willen der russischsprachigen Bevölkerung in den Konfliktzonen, über so genannte ukrainische Erfolge, der groß angekündigten, nun kolabierten ukrainischen Sommeroffensive und den Grad der Korruption im Land … all das bricht gerade in sich zusammen. Nicht wie ein Kartenhaus, plötzlich, nein, dafür bedarf es noch gewisser zeitintensiver Ausstiegsszenarien, Vorbereitungen, Legendenbildungen für die Öffentlichkeit … aber dafür umso quälend-zäher mit unverkennbarem Abwärtstrend und der titanischen Gewissheit, dass nach dem Bruch des Mittschiffs – der bereits irreparabel im Gange ist – spätestens mit Vollsaugen der Wassertanks das unglückselige Schiff, die Ukraine also, auseinanderbricht und untergeht in den Tiefen der Geschichte.

Ich hab’s ja vorausgesagt. 

Nicht die Zehn Gebote sollten in diesem Kontext von nun an und für alle geschichtslehrende Zeit Kompass sein, sondern diese Erkenntnisse, Wahrheiten, Richtigstellungen und Antizipationen:

1. Der politische und mediale Westen, insbesondere US-amerikanisch und britisch dominiert, hat die „Militärische Spezialoperation“ Russlands in der Ukraine durch für Russland inakzeptable Pläne der Nato-Osterweiterungen provoziert. Westliche Geheimdienstkreise haben den Putsch auf dem Maidan 2014 initiiert, gefördert und befeuert; sie haben das Minsker Abkommen offen bis heimlich torpediert, mit dem Ziel, die Ukraine aus dem russischen Einflussbereich (welcher per se aus geschichtlichen, politischen, kulturellen und traditionellen Gründen gegeben war und ist) herauszubrechen. Sie bestärkten seither das Kiewer Regime mit Geld und Waffenversprechungen, versprochenen EU- und NATO-Beitritten und „Black Rock’schen“ Verheißungen. Heute? Alles für die Katz‘ …

2. Die Ukraine ist in ihrem geografisch-westlichen Teil eine bedeutsam nationalistisch, teilweise nazistisch geprägte Nation, die ihrem Russenhass freien Lauf lässt (Bücherverbrennungen, Sprachverbot, Unterdrückung Geistlicher), was auch tausende tote Zivilisten durch ukrainischen Beschuss vor (!) der Militärischen Spezialoperation im Donbas traurig belegen (worüber Westliche Medien beharrlich schweigen).

3. Präsident Putin hat einen Präventivschlag geführt, der zunächst ein Desaster war, aber standepede die Fähigkeit der Russischen Armee unter Beweis stellte, aus einer drohenden Niederlage einen Sieg zu schmieden; sie stellte sich auf jede noch so komplizierte Situation ein und riss final das Steuer herum. Sie, die Russen, sind unbesiegbar, wenn ihre Motivation gut begründet ist. Und in der Ukraine ist das der Fall. Denn die Ukraine ist gewissermaßen ein Teil Russlands, auch wenn Banderas Erben sich das anders wünschen oder das ohnehin schwammige, nicht verbindliche Völkerrecht anderes sagt. Zudem: Russlands Rüstungsindustrie straft nahezu sämtliche Unkenrufe des Westens Lügen. Sie ist leistungsstärker, als vom Westen erhofft.

4. Getreu Qui Bono, Butscha war wohl eher ein großenteils (nach)inszeniertes Schauspiel mit dem Ziel, die Westliche Öffentlichkeit gegen Russland einzunehmen (was auch überwiegend gelang).

5. Der Begriff „Militärische Spezialoperation“ ist gerechtfertigt und sie ist eben kein – wie es in den Westlichen Medien heißt – „brutaler Angriffskrieg“ (allein der Begriff ist irreführend, tendenziös und propagandistisch) sondern eine gezielte kriegerische Aktion (mit aller nötigen Entschlusskraft und Härte) mit weitreichenden Vermeidungsstrategien ziviler Opfer.

Es wäre für Russland nämlich ein Einfaches, den Krieg total zu führen (wie es beispielsweise Israel nicht ungerechtfertigt im Gaza-Streifen jüngst praktizierte) ganze Städte in Schutt und Asche zu legen oder auch die Ukrainische Führungsriege mit einer Kinshal auszuschalten, das Regime quasi zu enthaupten.

Aber Russland bekämpft nicht die Ukrainische Bevölkerung, sondern eine feindliche Clique und ihre nazistischen Anhänger – und hält sich an Regeln. Dem wird im Westen widersprochen; es wird medial falsch dargestellt, um bewusst zu empören.

6. (Fast) alle vom Westen gegen Russland verhängten Sanktionen wenden sich schließlich gegen den Westen selbst … Insbesondere Deutschland kasteit sich dabei auf selbstzerstörerische Art und Weise; erst allmählich begreifen die Deutschen, dass ihr Wohlstand auch von billiger russischer Energie abhängt … Dass Deutschland – politisch ROT/GRÜN fehlgeleitet – teuren französischen Atomstrom einkaufen muss, der nur mit Hilfe der russischen ROSATOM erzeugt werden kann, zeigt die geistige Malaise und das hypokritische Handeln ROT-GRÜNER Popanse.

7. Die Ukraine ist demografisch und moralisch derart im Nachteil, dass Stand heute die personellen Verluste nur noch mit Frauen, Jugendlichen und 50-70jährigen aufzufüllen sind. Die Russische Armee hingegen hat noch nicht einmal ihre Mobilisierung der Reserve anstrengen müssen, was sie erst dann realisierte, wenn es militärisch geboten wäre, was nicht der Fall ist.

8. Das Ukrainische Regime hat seine militärische Ausweglosigkeit erkannt, schönt aber mit weiteren milliardenschweren Forderungen, verzweifelten Mobilisierungen und hanebüchener Propaganda ihre Möglichkeiten, um eines zu erreichen: Frisches Geld für die leeren Kassen und en passant die Eliten, die bereits ihren Abgang planen.

9. Die Ukraine steht heute vor einer totalen Niederlage und der Zwei- wenn nicht gar Dreiteilung. Sie hat es versäumt, auch aufgrund aberwitziger eigener Ambitionen, falscher Versprechungen und Interventionen des Westens, etwa Boris Johnsons, einen (bereits ausgehandelten, für die Ukraine vorteilhaften) Verhandlungsfrieden zu erreichen. Nun ist selbst der weitsichtige, ausgewogen handelnde Präsident Putin gezwungen, die Ukraine militärisch ultimativ zu vernichten – und politisch gefügig zu machen (andernfalls droht eine erneute Aufrüstung durch den Westen).

10. Russland hat keine Ambitionen über die Zerschlagung der Ukraine hinaus, wie vom inzwischen despotisch agierenden Selenskij beschworen; Letzterer und willfährige Medien-Protagonisten tun dies, um den Westen weiter – trotz Sinnlosigkeit – tiefer in den Konflikt zu ziehen. Russland antwortet stoisch und souverän mit Tatsachen.

Может быть, цинично говорить: я это предсказал, но… я это предсказал.

Вся ложь Запада о России и ее избранном президенте Владимире Путине, о его якобы причинах вторжения на Украину и амбициях за ее пределами, о ежедневном продвижении фронта, о волеизъявлении русскоязычного населения в зонах конфликта, о так называемых украинских успехах, о грандиозно объявленном, а теперь провалившемся летнем наступлении украинцев и об уровне коррупции в стране… все это рушится. Не как карточный домик, вдруг, нет, это еще требует определенных трудоемких сценариев выхода, подготовки, создания легенд для публики… но тем более мучительно жестко, с безошибочным нисходящим трендом и титанической уверенностью, что после разлома миделя – а это уже непоправимо – несчастный корабль, т.е. Украина, разломится на части и погрузится в глубины истории, как только наполнятся баки. 

Отныне и на все время преподавания истории компасом в этом контексте должны быть не десять заповедей, а следующие осознания, истины, поправки и предвидения:

1. Запад, прежде всего США и Великобритания, спровоцировал Специальную военную операцию России на Украине неприемлемыми для России планами расширения НАТО на Восток. Западные спецслужбы инициировали переворот на Майдане в 2014 году, открыто или тайно торпедировали Минские соглашения с целью выхода Украины из сферы влияния России (которая была и остается таковой по историческим, политическим, культурным и традиционным причинам). Они подкрепили киевский режим деньгами и обещаниями оружия, обещаниями вступления в ЕС и НАТО, обещаниями „Черной скалы“ (Black Rock). Все впустую…

2. в своей географической западной части Украина является в значительной степени националистическим, отчасти нацистским государством, которое дает волю своей ненависти к России (сжигание книг, запрет языков, подавление духовенства), о чем печально свидетельствуют тысячи мирных жителей, погибших от украинских обстрелов перед началом специальной военной операции в Донбассе (о чем упорно молчат западные СМИ).

3) Президент Путин нанес упреждающий удар, который поначалу был катастрофой, но продемонстрировал способность российской армии выковывать победу из угрозы поражения; она адаптировалась к любой ситуации, какой бы сложной она ни была, и в итоге переломила ход событий. Они, русские, непобедимы, когда их мотивация обоснована. Так и в случае с Украиной. Украина в определенной степени является частью России, даже если наследники Бандеры желают обратного или расплывчатое, ни к чему не обязывающее международное право говорит об обратном. Более того, российская оружейная промышленность опровергает почти все пророчества Запада. Она более могущественна, чем Запад надеялся.

4. По словам Кви Боно, „Бутша“ была в значительной степени (ре)инсценировкой с целью настроить западное общественное мнение против России (что в значительной степени удалось). 

5. Термин „специальная военная операция“ вполне оправдан, и это не „жестокая агрессивная война“, как ее называют западные СМИ (сам термин вводит в заблуждение, является тенденциозным и пропагандистским), а целенаправленные военные действия (со всей необходимой решительностью и жесткостью) с далеко идущими стратегиями, позволяющими избежать жертв среди мирного населения. Ведь России было бы легко начать тотальную войну (как это, например, небезосновательно сделал недавно Израиль в секторе Газа), превратив в руины целые города, или даже уничтожить украинское руководство „Киншалом“ и практически обезглавить режим. Но Россия воюет не против народа Украины, а против вражеской клики и ее нацистских представителей. Этому противоречат на Западе и искажают в СМИ, чтобы намеренно вызвать возмущение.

6) Все санкции в конечном итоге направлены против самого Запада.

Германия, в частности, занимается саморазрушением; только постепенно немцы осознают, что их процветание также зависит от дешевой российской энергии… Тот факт, что Германия – политически заблуждающаяся КРАСНАЯ/ЗЕЛЕНАЯ – вынуждена покупать дорогую французскую атомную энергию, которая может быть выработана только с помощью российского Росатома, показывает умственное недомогание и лицемерные действия КРАСНЫХ/ЗЕЛЕНЫХ глупцов.

7) Украина находится в настолько неблагоприятной демографической и моральной ситуации, что в нынешних условиях восполнить потери личного состава могут только женщины, молодежь и 50-70-летние. Российская армия даже не была вынуждена мобилизовать свои резервы, что она могла бы сделать только в случае военной необходимости, а этого не происходит.

8) Украинский режим признал свою военную бесперспективность, но приукрашивает свои возможности новыми миллиардными требованиями, отчаянными мобилизациями, возмутительной и лживой пропагандой, чтобы добиться одного: Свежие деньги в пустую казну и мимоходом в элиту, которая уже планирует свой уход. 

9) Сегодня Украине грозит полное поражение и разделение на две, если не на три части. Ей не удалось достичь мира, достигнутого путем переговоров – уже весной 2022 года и благоприятного для Украины – отчасти из-за безумных амбиций, ложных обещаний и вмешательства Запада, такого как Борис Джонсон. Теперь даже дальновидный, уравновешенный президент Путин вынужден в конечном итоге уничтожить Украину военным путем – и сделать ее политически податливой (в противном случае Запад угрожает перевооружить ее).

10) У России нет амбиций, выходящих за рамки уничтожения Украины, о чем заявляет ныне деспотичный Зеленский; он и податливые СМИ делают это для того, чтобы втянуть Запад в конфликт – несмотря на его бесперспективность. Россия отвечает стоически и уверенно, оперируя фактами.

Ukrainisches Fegefeuer. Abgesang. Machiavellis Lösung. Oder Zündschnur ins Armageddon?

Eine Einordnung auf Deutsch und на русском языке.

Allen Herbeireden, Herbeiwünschen, abenteuerlicher ukrainischer Propaganda und moralischen Diktaten zum Trotz, die Ukraine als derzeitiges Staatsgebilde droht zu zersplittern, zu implodieren – oder als Ballon zu platzen. Letzteres durchaus denkbar, wenn Stolz blind macht und mit Dummheit gepaartem Selbsterhaltungstrieb sich Bahn bricht. Nicht sehen zu wollen, was kommt, macht es nicht unwahrscheinlicher – es kommt trotzdem.

Der Menschen bezeichnendsten Schwächen, Laster, Quellen der Fäulnis, gepfercht in ein künstlich geschaffenes Land, mit der trügerischen, inbrünstigen Sehnsucht nach Identität, die auch auf historischer Enttäuschung, Neid und Renitenz fußt: Ukraine.

Dem metaphorischen Ertrinken nah, des echten Todes als drohendes Szenario gewahr, greift der in seiner Existenz vakante Protagonist zu allem, was ihm verbal und physisch bleibt.

„Wenck greift ein“, fantasierte Hitler, während die Bunker bereits bebten. Wenck griff nicht ein. Natürlich nicht, es hätte ihn und seine 12. Armee 1945 vernichtet. Selenskijs „Wenck“ sind die Amerikaner mit der NATO als Vehikel.

Misslingt Selenskij das Zündeln der Zündschnur am Pulverfass eines internationalen Krieges durch den aktiven Kriegseintritt der NATO (mantraartig beschworen, erfleht, erbettelt durch eine herbei gelogene Gefahr russischer Territorialansprüche über die Grenzen der Ukraine hinaus) – und nur das würde ihm Überlebenszeit verschaffen – ist sein Regime am Ende. Warum kein militärisch gefügtes eigener Armeekreise …?

Insoweit ist Oberbefehlshaber Saluschnyjs Interview im Economist neulich als letzter Versuch zu werten, doch noch den Westen als aktive Kriegspartei zu involvieren, ein Appell kurz vor SOLD OUT; Waffenlieferungen und Geld allein würden nicht reichen Russland militärisch zu besiegen. Es bräuchte – wenn überhaupt möglich – Millionen williger Soldaten, substantielle Ressourcen der s.g. westlichen Welt, die sie im Misserfolgsfall selbst existenziell bedrohten. Und eigene Soldaten hat die Ukraine immer weniger.

Griff nicht auch Hitler am Ende nach jedem Strohhalm? Einer davon „Volkssturm“ genannt? Alte und Kinder? Nur auf die Idee, Frauen an die Kontaktlinie zu schicken, kam der GRÖFAZ seinerzeit nicht. Selenskij schon. Ukrainische Emanzipation.

Sterben für die Ukraine? Für ein tief korruptes Land? Für ein Land mit zweifellos faschistischen Elementen? Ein Land, das seine Herkunft verleugnet für die Aussicht auf Mammon und Teilhabe am Westen, „Freiheit“ genannt? Ein Regime, das seine russischstämmige Bevölkerung unterdrückt? Russische Geistliche verfolgt? Russische Literatur verbrennt? Russische Sprache bekämpft? Die Ukraine scheint viel von den Nazis gelernt zu haben …

Der Westen mag heuchlerisch sein, russophobe, undankbar, anmaßend und wer weiß was nicht noch alles wenig Schmeichelhaftes … dumm vor Torschluss ist er letzten Endes nicht.

Да здравствует Россия.

Украинское чистилище. Лебединая песня. Решение Макиавелли. Или запал к Армагеддону?

Несмотря на все разговоры, пожелания, авантюрную украинскую пропаганду и моральные сентенции, Украина как нынешнее государственное образование находится под угрозой раскола, имплозии – или лопнуть как воздушный шар. Последнее вполне возможно, если гордыня ослепит людей, а инстинкт самосохранения в сочетании с глупостью возьмет верх. От того, что человек не хочет видеть того, что его ожидает, вероятность этого не уменьшается – оно все равно наступит.

Самые характерные слабости, пороки, источники гниения людей, втиснутые в искусственно созданную страну, с обманчивой, горячей тоской по самобытности, которая к тому же основана на исторических разочарованиях, зависти и Ренитенс: Украина.

Близкий к метафорическому утоплению, осознающий реальную смерть как угрожающий сценарий, главный герой, существование которого пустует, прибегает ко всему, что ему остается, словесно и физически.

„Венк вмешивается“, – фантазировал Гитлер, когда бункеры уже тряслись. Венк не вмешался. Конечно, нет, это уничтожило бы его и его 12-ю армию в 1945 году. „Венк“ Зеленского – это американцы с НАТО в качестве средства передвижения.

Если Зеленскому не удастся зажечь фитиль на пороховой бочке международной войны, спровоцировав НАТО на активное вступление в войну (просительная мантра) – а только это даст ему время выжить, – его режиму конец. Почему не через переворот? Он бы заслужил это, учитывая сотни тысяч погибших…

В этом отношении недавнее интервью главнокомандующего Салушного в „Экономисте“ можно рассматривать как последнюю попытку привлечь Запад в качестве активного участника войны, в конце концов; одних поставок оружия и денег для военной победы над Россией недостаточно. Для этого потребуются – если это вообще возможно – миллионы готовых к войне солдат, значительные ресурсы так называемого западного мира, которые в случае неудачи поставят под угрозу само его существование. А своих солдат у Украины все меньше и меньше.

Разве Гитлер тоже не хватался в конце концов за любую соломинку? За одну из них под названием „фольксштурм“? Старики и дети? Только идея посылать женщин на линию связи не пришла тогда в голову GRÖFAZ. Селенскому – да. Украинская эмансипация.

Умереть за Украину? За глубоко коррумпированную страну? За страну с несомненными фашистскими элементами? За страну, отрицающую свои корни ради перспектив мамоны и причастности к Западу, называемой „свободой“? Режим, который притесняет население русского происхождения? Преследует русское духовенство? Сжигает русскую литературу? Борется с русским языком? Похоже, Украина многому научилась у нацистов…

Запад может быть лицемерным, русофобским, неблагодарным, высокомерным и кто знает, каким еще нелестным… но, в конце концов, он не глуп.

Да здравствует Россия.

BAUTRÄGER-ISLAND

Eine derb-frivole, nicht poesielose Satire über die Sehnsucht so manchen Mannes …

*Die nachfolgende Geschichte ist frei erfunden, Ähnlichkeiten zu realen Personen oder Vorkommnissen wären rein zufällig und sind nicht beabsichtigt.

Ingo Rim Chudoba, Autor

alle Rechte vorbehalten ©️

Prolog

Irgendwo in Europa, 2023

„Hab‘ dich nicht so mädchenhaft. Schütt‘ alles auf.“

Lennerts brummbärige Stimme begleitete seine Worte hörbar ungern; statt sie einzubetten in einen harmonischen, voluminösen Klangkörper, rotzte sie lediglich einige kehlige Tonfetzen in die stickig-stinkende, wie in einer Dampfsauna drückende Luft des winzigen Klos. Ächzend lehnte sich der Endvierziger an die mit Kritzeleien beschmierte Toilettenwand; „heute schon gestopft?“ stand da geschrieben, was „gefickt“ bedeutet, und auch ein paar Brüste waren recht stümperhaft aufgemalt. Zudem protestierte sich „Luxus für Alle“ und „Scheiße“ – Letzteres entlarvenderweise geschrieben mittels eben jener Substanz – in Lennerts glasige Augen. Offensichtlich war es ihm egal, womit er sein blütenweißes Eton-Hemd versaute; er rieb seinen herkulischen Körper wie ein Wildschwein an der Eiche gegen die Wand, so dass sie knarrte und beinahe zu zerbersten schien.

In solchen Momenten des Rausches, des Kampfes seines Blutes gegen die Gifte, blitzten oft abstruse Gedanken durch Lennerts Hirn. Dann dachte er an bestimmte Momente, an Snapshots, verschüttete Milch etwa, die geschlossenen Augen einer von ihm geküssten Frau, Fleisch, aus dem Bratensaft tritt. Oder Lennert sah raschelnde, von festem Schuhwerk durchpflügte Herbstblätter, ein aufgeschlagenes rohes Ei, den Dachfirst eines seiner zahlreichen gebauten Häuser … und mitunter sinnierte er übers Olberssche Paradoxon; es steht für einen zu aller Zeit hell leuchtenden Himmel, da jeder gen Kosmos gerichtete Blick, naturgemäß auf einen strahlenden Stern fallen sollte. Den Gedanken, dass es keine Nacht mehr gäbe, fand Lennert erschreckend. Transparenz als Begriff, nicht zuletzt auch im Wirtschaftsleben, verursachte in ihm schon immer Brechreiz.

Unterdessen schritt sein Kumpel Artur zu einer Tat, deren Wesen sich nicht gerade mit Gesetzestreue in Einklang bringen ließ. Geübt erfingerte er ein kleines Papiertütchen aus seinem Portemonnaie, leerte vorsichtig den Inhalt auf der sicher nicht ganz keimfreien Spülablage des Klos aus, und hackte mit seiner Visa-Card – die mangels Deckung längst nicht mehr ihren Ursprungszweck erfüllen konnte – darauf herum, um die teils körnige Substanz zu pulverisieren. Dies schien ihm wohl zweckdienlich, denn der Beobachter hätte einen gewissen akribischen Eifer, ganz so wie sie Uhrmachern oder Feinmechanikern eigen sein mag, feststellen können.

„Hm“, brummte Lennert und schob seinen Toilettengast beiseite, was dieser sich auch gern gefallen ließ. Überhaupt machte Artur einen knuffigen Eindruck; wer ihn nur ansah, bekam umgehend gute Laune. Ein Sympathikus. Über seinen Nachtfreund wusste Lennert nicht wirklich viel; sie lebten in verschiedenen Welten. Er selbst engagierte sich als Bauträger für die wohnwirtschaftliche Entwicklung in Fantasia, und Artur, nun ja, Artur ließ das Leben als Sturzbach des Seins in die ausgetrocknete Schlucht seiner Seele verschwinden. Doch ganz gleich, wann sich der bärbeißige Bauträger in die Stadt zum Feiern begab, auf Artur war Verlass. Stets tauchte dieser auf, und immer hatte er „Stoff“ dabei. Lennert liebte Verlässlichkeit, Beständigkeit. Ja, Artur war so gesehen ein seriöser Partner.

Bevor Lennert wankend wie umständlich versuchte, zunächst einen  Fünfhunderter Geldschein aus der fetten, mittels Gummiring zusammengehaltenen Rolle etlicher weiterer Fünfhunderter zu ziehen, um ihn sodann zu einem Röhrchen zu formen, zückte sein Adlatus schon  einen offenbar vorsorglich gekürzten Trinkhalm und sog eine der beiden – für den Kennerblick geradezu monströsen – Linien kraftvoll in die Nase.

„Ahhh“, frohlockte Artur unverschämt routiniert.

„Gib her“, forderte Lennert, wobei er seinen Geldschein nicht ohne Verachtung in die Hosentasche zurück stopfte. Dann war er an der Reihe.

Schnief.

„Geil“, grummelte er, den Blick auf halb acht.

Versorgt, wandten sich beide zum Gehen.

Ein Tritt – und die Toilettentür sprang begleitet eines mächtigen Kawumms auf! Dümmlich-verängstigte Blicke anderer Toilettenbesucher quittierte Lennert mittels breitem, diebischem Grinsen. Wie auch immer, die weitere Nacht wurde lang, ergoss sich irgendwann in eine blau-rote Melange aus Morgendämmerung und weichender Schwärze. Wie es Lennert aus dieser legendären Nachtbar heraus geschafft hatte, daran würde er sich später nicht erinnern. Genauso wenig, wie er nachhause gekommen war. Filmriss.

Am nächsten Mittag jedenfalls wurde er vom hektischen Geschrei einer Frau geweckt, seiner Frau, wie er bekennen musste.

„Wo warst du nur so lange?“, schrillte ihre Stimme. „Saufen, was? Mit deinen Freunden, hä? Die sind dir offenbar wichtiger als ich! Ja, ja, das kennen wir ja schon! Du änderst dich nie! Man sollte dir …“

Geschickt wie blitzschnell schraubte sich Lennert – einem Alligator beim Jagen gleich – pirouettenartig in seine geblümte Bettdecke, so dass er fast vollständig darin verschwand; nun drangen kaum mehr als dumpfe Satzfetzen zu ihm hindurch. Zufrieden und geschlossenen Auges schmatzte er, während sich der Satz eines Bauträgerkollegen, wiedergegeben in Trinklaune auf einem Empfang im Rathaus Fantasias durchaus in Hörweite vom Regierungschef, als Erinnerung entfaltete. „Miefmuffige Frauen am Morgen“, hatte dieser Bauträger-Kollege mit durchaus wichtigtuerischer Miene empfohlen „sollten entweder eins aufs Maul bekommen, oder deinen Schwanz lutschen.“

Auch, wenn Lennert ob des Gossenjargons peinlich berührt war, eine nicht undeutliche Spur Ablehnung innerlich wahrnahm, konnte sich ein Teil von ihm des Lachens nicht erwehren.

Dann dachte er an den heutigen Tag, der Stress und Endorphine zugleich bedeutete. Nichts Neues, das war seit Jahren der Fall. Sein Lebensrhythmus war geprägt vom Takt einer monströsen Zeitfressermaschine. Jeder Zipfel eines noch so winzigen Moments, den sie erhaschen konnte, verschlang sie und ließ ihn, den Bauträger, wissen, was ihn wirklich beherrschte. Heute standen zwei Notartermine auf dem Programm, unter anderem würde er endlich seine Wohnanlage Exklusiva verkaufen können; immerhin 5 Mio. Euro Gewinn sollte ihm dieser Deal bescheren, eigentlich 5,4 wenn nicht dieser überflüssige, erbärmliche, leprös degenerierte Makler wäre, den er ungefähr so ausstehen konnte wie einen Bandwurm. Doch zunächst erzwang sich Lennert Ruhe; er fühlte, wie er sie brauchte, spürte, dass noch immer ein Hauch von Rausch seinen Körper durchströmte, in den Kapillaren rumorte, an den Nervenenden zupfte. Dann verdunkelte diese seltsame Gestalt, die er tags zuvor in der Stadt begegnete, seine Gedanken. Fräste eine Schneise der Angst in Lennerts Verständnis über die Geschlechter. Er fragte sich, was – um Himmels willen – ist das? Ein transzendentaler Schatten? Der Witz eines Regisseurs in der täglichen Weltkommödie? Hitlers Rache? Oder einfach nur ein wandelnder Furunkel? Männlichen Ursprungs, soviel schien gesichert; fingerkuppenlange Bartstoppeln stachen durch rissiges, milimeterdickes Make-Up. Auch der Adamsapfel sprach Bände, die wulstigen Knie ebenso, wenn auch einigermaßen verhüllt von einer laufmaschendurchsetzten Damenfeinstrumpfhose. Im Neandertalergang der Gestalt entdeckte Lennert fraglos sein eigenes, tief empfundenes Entsetzen. Das langhaarige, künstlich-blonde Wesen stöckelte auf High-Heels an ihm vorbei, warf ihm einen Aufmerksamkeit heischenden Blick zu, nicht ohne einen linkisch korrespondierenden Hüftschwung in dem beengenden Minirock, und verschwand schließlich in der Menge. Fassungslos war Lennert zurück geblieben. LGBTQ, Lennart wollte kotzen. Er hatte Minuten gebraucht, um wieder klar zu werden. Dieses ETWAS verfolgte ihn nun also auch noch im Halbschlaf.

Und während er weiterschlummerte, die rettende Süße des Schlafes erneut nach ihm griff, und ihn doch nicht gänzlich zu fassen bekam, so dass er gleichsam schwebte zwischen den Welten, zog ihn ein Traum in Bann. So verstieg er sich darin, als triumph-verwöhnter Einzelgänger und in pyruss’scher Manier siegendes Mannsbild klassischer Couleur, eine umgeträumte Realität zu erschaffen. Ganz groß schien ihm die Welt, und so klein wähnte er sich selbst, so klein … Lennert träumte von einer Art Walhalla, einer Ruhmeshalle des allerdings lebendigen Mannes; und dann zogen Wolken auf, unschuldig-weiß, gebettet in einen frech-blauen Himmel, sanft getrieben von lauen Winden, die sich darin zu gefallen schienen, auf des Ozeans Wellen zu tanzen, durch sie hindurch zu brisen, mit ihnen zu spielen, bis salzgeschwängerte Gischt mit den Brisen kokettierte, ja, bis ein ferner, ferner Strand am Horizont die Wellen brach. Nun war er angekommen, der träumende Lennert, und ward fortan gefangen in seinem Bild von „Bauträger-Island“ …

Alphatiere

Der Bauträger; ob von großer oder kleiner Gestalt, kahlköpfig wie gesegnet üppigen Haarwuches, gebildet oder eher einfach strukturiert … immer, ja wirklich immer, ist dem Bauträger ein spezifischer Habitus eigen. Bestimmte Verhaltensmuster, Gesten, Blicke und sonstige Gebaren unterscheiden ihn psychologisch und auch optisch wahrnehmbar von der Masse der Unternehmer. Dafür existieren profunde Gründe. Man muss sich vergegenwärtigen, der Bauträger … baut. Er … erschafft, was dem Menschen tiefes Bedürfnis ist: … Obdach. Damit ist er Fundament und Regulativ des Menschseins. Ebenso wie sich die urzeitgeschichtliche Errungenschaft „ich habe Feuer gemacht“ in des Mannes Gene festgefressen hat, steht dem Bauträger ins Gesicht geschrieben, dass er eben baut. Alle Dominanz spiegelt sein Konterfei wider, in den ehrfurchtsvollen Augen anderer ist er eine Bestie, ohnehin der Boss – und zahlreiche Gewerke sind von ihm abhängig. Seine Welt, ein eigenes, in sich geschlossenes, von vielen untertänigen Protagonisten getragenes System; wirtschaftlich, gesellschaftlich, ja, auch soziologisch. In seiner Hemisphäre übernimmt der Bauträger die Funktion von … Gott. Natürliche Feinde? Besitzt er en Masse, von denen die meisten ihm unterlegen sind. Er weiß, der Wert eines Mannes bemisst sich auch nach der Anzahl seiner Feinde. Und Feindschaften wollen ebenso gepflegt sein wie Freundschaften.

Nur die Banken und das Finanzamt wären in der Lage, sein Imperium ins Wanken zu bringen; aber er besitzt, wovon Institutionen mittelbar letztlich leben: Initiativkraft und Wagemut. Energien übrigens, die den Finanzamt-Bütteln suspekt sind; allein die Erklärung, warum sich dieses oder jenes Geschäftsessen mit zweitausend Euro ausnahm, und warum es Amarone sein musste und nicht Rosenthaler Kadarka oder irgendein anderer ostzonaler Nierenquetscher, gebiert im minderbemittelten, kleinkrämerischen Beamten den Neid des Besitzlosen und infolgedessen das „Kleinermannsyndrom“. Welches in Heimtücke und Machtdemonstrationen mündet, etwa der Streichung von potentiell absetzbaren Kosten. Oder in einer geradezu widerwärtigen Penetranz beim Fordern von Geld, das sie selbst nicht verdient haben, aber, gedeckt von fragwürdigen Steuergesetzen und einer durch die Journaille geschürten Stimmung, dass jeder per se ein Betrüger sei, der seinen steuerlichen Pflichten nicht nachkommt, eben eintreiben. Hmh … Sie sollten mal einem wie-presse-ich-den-bürgern-das-geld-aus-der-tasche-kurs dieser Leute beiwohnen; eine Hirnwäsche auf dem fränkischen Schulungsgelände einer einst nicht ganz einflusslosen Massenbewegung nähme sich im Vergleich dazu wie Kumbaja trällern aus, oder wie Ringelreihen tanzen.

Den Bauträger juckt dies alles herzlich wenig, er öffnet einfach die Portokasse; wenn er überhaupt etwas empfindet, dann eher Mitleid mit den läuseknackerischen Erbsenzählern, ja,  parasitären Milben von Amts wegen.

Zudem scheint der Bauträger eine besondere Eigenart mit der Muttermilch aufgesogen zu haben; einmal angefangen, kann er nicht mehr aufhören zu bauen, mehr und mehr, höher und höher, besser und schöner – und nicht selten auch teurer.

Der wahrhaft große Bauträger aber ist ein Baulöwe. Dieser Titel kommt nicht von ungefähr. Im Löwen erkennen wir den König der Tiere. Er beherrscht – und er ist männlich. Viele große Namen verbinden sich mit Baulöwe. Praktisch schon jeder Herrscher in der Antike – ob geistig-religiös oder weltlich, ganz egal – war einer, ein solcher Baulöwe, auch, weil er sich Denkmäler erschuf. Nero übertrieb es wohl etwas, als er Rom erst niederbrannte, um es dann neu entstehen zu lassen. Und auch Hitler schickte sich an, der größte Bauträger aller Zeiten zu werden, indem er eine gigantische Kapitale namens Germania erbauen lassen wollte. Hat zwar nicht geklappt, weil sich „tausend, tausend“ Jahre auf magere zwölf reduzierten, aber der Kern der Botschaft wurde so freigeschält: Der Bauträger kann herrschen. Der Bauträger MUSS herrschen.

Sein Weg ist auch der eines Kriegers. Er muss stark sein, unbeugsam und auf seinem Kriegspfad kämpfen, um zu … errichten. Eine Fehlplanung und der Feind stößt ihm in die Flanke. Ein zweiter Fauxpas – und er ist tot.

Der Bauträger weiß dabei genau, ohne Geld zu sein, ist allerorten nicht gerade erstrebenswert, oder, um es in seiner bevorzugten Sprache zu sagen, einfach nur … scheiße. Und auch, wenn er den Gebrauch dieses fäkal’schen Wortes durchaus perpetuiert, bevorzugt bei der Kommunikation auf seinen Baustellen, weil der Enrico oder der Kevin mit indiskutabel oder zu verbessernder Performance nun mal nichts anfangen können, man ihm – dem Bauträger – also eine Art Affinität zu scheiße bescheinigen könnte, achtet er mit des Argus misstrauischen Augen darauf, dass es ihm eben nicht so ergeht. Und so kommt es, dass allen wahrhaft authentischen Bauträgern eine Spezifika zuzuschreiben ist: sie machen Geld. Viel Geld. Was sich auf ihr Konsumverhalten auswirkt.

Alles, was die Welt zu  bieten hat, besitzen oder genießen sie, die Bauträger. Yachten, Fußballvereine, schöne, nach Honig duftende Frauen, Mammon in jeder denkbaren Form, Macht und Lakaien in politischen Ämtern. Bauträger können es sich leisten, nur saubere Drogen zu nehmen, und nicht etwa irgendwelchen gepanschten Chemo-Dreck. Verdammt, sie können es sich sogar leisten, gar keine Drogen zu nehmen. Sie fahren zwei Mal im Jahr an die Côte Azur, und im Winter nicht etwa ins plebejische Österreich sondern – natürlich – ins schweizerische St. Moritz. Sie spielen Golf, verzehren kumuliert zwei Châteaubriand vom Charolais-Rind im Monat (auch Kobe wäre machbar, aber das Fleisch der mit Bier gefütterten, im Wasserbad massierten Japse-Rindviecher, die kaum stehen können, macht auf Dauer fett), trinken 15jährigen Rum für achthundert Euro die Flasche und wenn es Rotwein sein soll, dann nur vom Besten, Sassicaia, Ornelaja, Chateau Petrus und Co. lassen grüßen …

Wer so viel besitzt, und sich den Verlockungen der irdischen Genüsse enthemmt hingibt, ist bald gelangweilt. Tödlich gelangweilt. Mit der Folge des Überdrusses. Was passiert, wenn Männer dieses Schlages an Überdruss und Überfluss leiden? Hm? Richtig. Sie neigen zu Hybris und der Flug in die Sonne scheint nur eine Frage der Zeit. Oder – und dies verschafft ihnen eine Atempause vor dem finalen Ascheschlag, ja, dem Sturz in den Hades  – sie entfalten plötzlich Kreativität, erfinden sich neu, fliehen vor der Langeweile, in dem sie sich … probieren. Und profilieren. In der Kunst zum Beispiel. Wenn auch – von einigen Ausnahmen abgesehen – mangels Masse eher als Sponsoren und generöse Gönner, aber immerhin. Ohne Bauträger hätte es die Kunst ungleich schwerer, zu existieren. Sie kaufen auch schon mal ein Bild – sinnlos teuer, und so eigen, dass sich sein Motiv jedem Betrachter verschließt – aus purem Mitleid. Überhaupt betrachten sie Künstler eher wie … Insekten. Wie Wesen aus einer anderen Welt. Argwöhnisch beäugen sie sie. Sie sind sich nicht sicher, ob sie sie eher zerquetschen oder leben lassen sollen. Bauträger empfinden beim Anblick von Künstlern gemischte Gefühle; es schwingt eine seltsame Mixtur aus Bewunderung, Mitleid und Unverständnis mit. Da Bauträger aber alles andere als kurzsichtig sind, und ihnen natürlich nicht verborgen geblieben ist, dass mitunter so ein eigenartiges, malendes, singendes, formendes, dichtendes Geschöpf den Olymp erklimmt, und die Welt ihm zu Füssen liegt, obsiegt ihr Hang zur Kunst.

Manche Bauträger schieben sich ins öffentliche Licht, veranstalten clowneske Opernbälle oder pompöse Charitys. Sammeln Spenden, in Millionenhöhe. Sie avancieren scheinbar zu Gutmenschen. Letztlich aber … ist der Bauträger ein zu Außerordentlichem befähigter Sonderling.

Das Refugium

Island; aus dem Englischen, gleichbedeutend mit Insel. Was eine Insel ist, wird sicher jedem Leser geläufig sein – aber nicht alle werden wissen, dass ein  knappes Viertel sämtlicher Staaten dieses Planeten Inselstaaten sind. Der neuntgrößte Inselstaat zum Beispiel ist Island, der kleinste Nauru. Ein Blick dahin führt uns in den Pazifik, etwas oberhalb der Salomonen. Scheinbar unendliche Wasserweiten, azurblau, nur selten gesprenkelt mit kleinen Inseln und Atollen, die einst von Asien aus mit Einbäumen bevölkert wurden. By the way, Thor Hayerdahl hat sich geirrt … Aber das ist eine andere Baustelle …

Nauru jedenfalls ist so klein, dass es nicht mal eine Hauptstadt besitzt. Immerhin rund zehntausend Insulaner bevölkern das sonnenverwöhnte Eiland. Man  stelle sich vor, praktisch jeden Tag Sonne, morgens, mittags, abends, immer wieder, Jahr aus, Jahr ein. Beständige 27 Grad Lufttemperatur sorgen für einen gefühlten Dauersommer. Kaum denkbar, aber es ist dort immer warm. Und auch der Mond scheint ein magisch-warmes Meer küssen, dass sich nicht mehr abzukühlen vermag. Sommer im Überfluss. Führt zu Überdruss. Weshalb die Naurulesen … fressen. Sie fressen, als gäbe es kein Morgen. Polynesische Küche satt. In Mengen, in Unmengen. Und nicht etwa die gepflegte Bauträgerabteilung, a la Hummer & Co. sondern alles, was geht, was eben hineinpasst. Sie nehmen so viel davon zu sich, dass sie sich den zweifelhaften Ruf erfressen haben, die fettesten Menschen der Welt zu sein, ja, sie lassen sogar die Popcorn- und Burger-Monster von Memphis, Tennessee, jene schwergewichtigen, schwarzen michelinmännchen-gleichen Fleischberge, die sich nur bewegen, wenn sie zum Supermarkt müssen, oder zu McDoof, wie Magersüchtige erscheinen.

Bringt also eine Insel Glück und Manie zugleich? Kommt nach dem paradiesischen Traumstrand etwa die … Depression? Probieren Sie’s mal getrost mal aus. Hängen Sie an die 14 Tage Malediven noch eine dritte und vierte Woche dran; ich fürchte, die Palmen hängen Ihnen bald zum Halse heraus, ebenso wie Ihre Frau. Inselkoller, kein Begriff für Harmonie und Freude. Sie glauben mir nicht? Schauen Sie doch nach Irland. Die Iren … Hm. Wussten Sie, dass Freuds Psychoanalyse bei den Iren nicht verfängt? Sie scheinen unter einem Dauer-Inselkoller zu leiden, weshalb sie sich auch ständig betrinken müssen. Die Iren sind manisch veranlagt, trinken, bis sie den Teufel auf dem Boden ihrer Gläser entdecken. Die Deutschen sollten froh sein, nicht auch auf einer Insel zu leben. Sie mit ihrer Fähigkeit von himmelhochjauchzend in zu Tode betrübt zu fallen, und dies innerhalb von Sekunden,  würden vermutlich die Iren wie harmlose Sittenwächter aussehen lassen. Und doch … eine Insel verspricht die Erfüllung von Träumen, paradoxerweise Freiheit – obwohl umschließendes Wasser die Freiheit auf natürliche, physische Weise begrenzt –; sie, die Insel, verspricht einen anderen Weg, einen Ausweg aus dem Trott des medial und wertebezogen weichgespülten Alltags. Sie suggeriert ein Entkommen von der Verweichlichung des Mannes, die unweigerlich in den physischen Schwanzverlust 2.0 führt. Sie wissen schon. Schwanzverlust. Vor Millionen von Jahren. Im Miozän, im frühzeitlichen. Da fiel er ab, der Schwanz, den wir bis dahin am Steiß hatten. Abgefallen, weil ungebraucht, überlebt, überflüssig wie ein Kropf. Bei 2.0 fällt ein anderer Schwanz ab, der des Mannes. In jedem Falle wird er miniaturisiert. Wozu noch einen richtigen Penis? Die absehbaren Nachfahren der heutigen Männer – also mutmaßlich eunuchischen, egozentrischen, weinerlichen Gestalten, die mangels gesellschaftlichem Bedarf schlicht unnötig sein werden – melkt man einfach, in den Vorzimmern von Samenbanken. Ihr Sperma wird schlicht abgesaugt, direkt aus den Hoden, ohne erigiertem Glied und Ejakulation.  

Wozu also einen Penis? Für Sex? In hundert Jahren? Wenn die ganze Welt ein einziger Christopher Street Day geworden ist? Wenn Frauen, erfinderische Schwule und degenerierte Ex-Männer sich längst cyberbasierender Hologramme und neuroplastischer Spielzeuge bedienen, um sich – wer weiß schon wo am Körper? – zu stimulieren? Wo doch der Orgasmus überwiegend im Kopf stattfindet? Nein, nein, das männliche Geschlecht ist dann vermutlich so überflüssig wie der Schwanz unserer Vorfahren. Da haben wir ihn wieder. So mancher, von Ungeduld und vorauseilendem Gehorsam gegenüber seinem Fatalismus getrieben, mag keine hundert Jahre warten und schnippelt schon heute an sich herum …

Es kann einem schon Angst und Bange werden, oder mindestens melancholisch ums Herz, wenn man an das Ende der Männer, insbesondere der deutschen, als Spezies denkt. Und das ist in vollem Gange, kaum mehr aufzuhalten. Die deutschen Männer haben so alles Mögliche akzeptiert, auf ihrem Gang ins Schlachthaus der Geschichte.  

Erst der schleichende Verlust ihres Status Dominus durch die Emanzipation schlechthin, die sich über das Wahlrecht der Frauen, die Bevorzugung der Mutter vor Gericht, dann  im Besonderen als Rolle rückwärts über die Beinahegleichstellung des Mannes als Mutter, hin zur Frauenquote tief in unser Mark gefressen hat. Gender-Mainstreaming ist überall. Unlängst war von einem französischen Kindergarten zu lesen, in dem Jungs ein mal pro Woche in Röcken zur Schule müssen …  

Das alles steht im krassen Widerspruch zur Psyche des Bauträgers. Eines Weges, der von Kindheit an vorbestimmt ist … Und der bis in den Tod und darüber hinaus seinem heterogen gepolten Phallus folgt. Oder können Sie sich einen Alkohol meidenden, veganen, schwulen Bauträger vorstellen?

Vielleicht wäre ein besonderer Ort die Rettung dieses drohenden Unbills?

Im Paradies

Bauträger-Island; eine deutsch-englische, nicht gerade dudenkonforme Wortschöpfung, die jenen Ort im pazifischen Ozean bezeichnet, an dem primär Bauträger und – nach der Absolvierung strenger Eignungstests – niedere Chargen, ebenda Architekten, Makler, Projektierer und dergleichen Volk, einen Inselstaat bilden. Bauträger-Island, ein Platz, an dem Männer noch Männer sein dürfen, und Frauen … ähm … Frauen. Auf Bauträger-Island sucht man vergeblich rosarote Plüschtiere, Jungs in Strapsen oder Mädchen mit Bart. Es ist die naturgegebene physische Dominanz des Mannes, die auf der Insel eine Art Kur erfährt, um Abstand zu gewinnen, um sich zu erholen, von Überemanzipation, und – metaphorisch gesprochen – Nudelholz schwingenden homosexuellen Politikern, Christopher Street Day und eunuchenhaften Männern mit kunstvoll frisierten Augenbrauen.

Wer jetzt vielleicht denkt, Schwulen würde der Zutritt zu Bauträger-Island verwehrt, irrt. Schließlich ist auf der Insel kein Platz für Ausgrenzung und Diskriminierung; allerdings ist Sex unter Männern verboten. Ebenso wie die Entfernung der natürlichen Körperbehaarung. Intimhaar-Rasuren sind Beleg für den Verlust von Männlichkeit und deshalb ebenfalls verboten. Wer erst einmal anfängt, sich in aufwendiger, körperlich wie dehnungsbedingt nicht anspruchsloser Prozedur die Hoden zu rasieren  (allein die bildliche Vorstellung zieht einem gesunden Mann doch die Schuhe aus, meinen Sie nicht?), findet vielleicht dereinst Spaß daran, die Wimpern zu schminken? Rouge aufzulegen? Oder Frauenzigaretten zu rauchen? Sie wissen schon, diese dünnen, langen, parfümierten … Nein, nein … Bauträger-Island ist ein pazifischer Manneshort, jedenfalls nichts für zartbesaitete Chimären.

Es gibt auf Bauträger-Island auch eine Regierung, eine Legislative, Exekutive, sogar eine Judikative. Natürlich jeweils besetzt von Bauträgern, wobei Ausnahmen möglich sind, denen jedoch aufwendige Tests zur Sicherstellung einer bauträgerkonformen Geisteshaltung  des Bewerbers für das jeweilige Amt voranzustellen sind. Das Amt des Präsidenten bleibt den Bauträgern vorbehalten, das des Strandgutwächters – ohnehin ein Lakai – den Natives. Staatsdoktrin ist die Herrschaft des Weißen Mannes. Religionen – so feurig sie auch manifestiert sein mögen – werden (wenigstens) als das verlacht, was sie sind, als positive Selbstverarschung. Und schlechterdings als Beleidigung der Menschenwürde. Denn mit oder ohne Religion würden gute Menschen Gutes tun und böse Menschen Böses. Aber damit gute Menschen Böses tun, bedarf es der Religion. Deren Prediger auf Erden, längst entlarvt im Mahlstrom dialektischer Irrungen, zeigen ihr wahres Gesicht, aber mangels Anwesenheit eben nicht auf Bauträger-Island.

Amtssprachen sind deutsch und französisch; englisch, polnisch, griechisch wie russisch (Ersteres ohne amerikanischen, Letzteres aus aktuellen Anlässen ohne ukrainischen Akzent) dürfen gepflegt und im täglichen Sprachgebrauch angewandt werden. Alle anderen Sprachen hingegen gelten in Bauträger-Island als … abgeschafft. Vakanter Härtefall ist Japanisch; derzeit wird von den Gremien geprüft, ob es nicht vielleicht doch sinnvoll wäre, eine Art asiatische Quotensprache zuzulassen, sicher, unter strengen Auflagen, sozusagen überwacht. Immerhin spricht die durchaus männliche Phonetik für eine solche Ausnahme.

Anstelle der zehn Gebote und irgendwelcher (ohnehin meist hypokritischer) Verfassungen tritt ein Code de l’île. Ein Regelbuch für die Insel.  Hier ein Auszug desselben.

Regel Nummer eins: Bauträger tötet nicht Bauträger.

Regel Nummer zwei: Niedere Chargen erhalten Zutritt zu Bauträger-Island erst mit erfolgreicher Absolvierung einer Eignungsprüfung, und die annähernd gleichen Rechte der Bauträger – wie etwa das Wahlrecht oder das Halten von freiwilligen Luxussklaven – nach einer Probefrist von zwei Jahren. Dann erhalten auch sie, was jeder Bauträger automatisch bekommt; das blaue Band. Ein aus Rochenhaut gefertigtes Accessoir. Es ist stets sichtbar am Handgelenk zu tragen.

Regel Nummer drei: Bruder geht vor Luder.

Regel Nummer vier (gilt nur für Männer): US-Amerikanern, Ukrainern und Moslems ist der Zugang zu Bauträger-Island verboten (Anmerkung des Autors: dieses Verbot der Amis begründet sich nicht etwa – wie vielleicht zu vermuten wäre – auf Antiamerikanismus, sondern   dem Herrschaftsanspruch der Bauträger, der in scharfem Kontrast zum neo-römischen Imperialgehabe der Amerikaner steht; mit dem Verbot soll ein Konflikt im Keim vermieden werden. Ukrainer wiederum sind unerwünscht, da auf Bauträger-Island Korruption, Faschismus und Verrat per se ausgeschlossen sind; Ukrainer hingegen, die sich russifizieren lassen, erhalten eine Ausnahmegenehmigung. Moslems sind … ach, wen juckt‘s? Sie sind einfach unerwünscht).

Regel Nummer fünf: Für aufgrund der ständigen Sonneneinstrahlung dunkel eingefärbte Bewohner von Bauträger-Island gilt Regel Nummer sechs nicht.

Regel Nummer sechs … Ähm, belassen wir es bei diesem Auszug.

In Bauträger-Island trägt ein Etat die Inselstaatsausgaben; bestritten wird der Haushalt aus dem milliardenschweren Bauträger-Fonds, der jährlich neu festzusetzen, und nach einem Verteilerschlüssel von den Bewohnern aufzubringen ist. Ansonsten ist der Geldverkehr sinnlos, da überflüssig. Alle Waren des täglichen Bedarfs, Alkohol und Drogen sind kostenfrei an den so genannten Labsal-Magazinen erhältlich.

Arbeiten ist grundsätzlich verpönt, wenn auch nicht verboten; das Vergnügen und die Pflege urnatürlicher Gegebenheiten, etwa das Ausleben von Jagdinstinkten, stehen im Vordergrund.

Frauen genießen freien Zutritt nach Bauträger-Island; nur bewerben müssen sie sich. Zurzeit herrscht ein Überangebot an Bewerberinnen. Aus aller Welt drängen sie auf die Insel. Sie ist so verlockend, dass sogar ukrainische Mütter, einst im sowjetischen Geiste erzogen, ihre Töchter darbieten. Die Konkurrenz schläft also nicht. Frauen müssen sich schon was einfallen lassen, um Zugang zu erhalten. Eben kreativ sein. Haben sie diese Hürde geschafft, an der die meisten scheitern, müssen sie weder für Kost, noch Logis aufkommen, und schon gar nicht arbeiten. Sicher, niemand auf Bauträger-Island käme auf den Gedanken, Frauen das Arbeiten zu verwehren, schon der moralischen Komponente wegen; indes, es gäbe keine Möglichkeit. Alle Arbeit wird  getan. Frauen können machen, wonach ihnen der Sinn steht. Sogar Lesen! Oder … sich auch mal tiefere Gedanken machen. Und jedes Genussmittel, das es auf der Insel gibt, erhalten sie gratis, ebenso wie jedwede Pflege, Maniküre, Petitküre, Frisörbesuche, Wellness und Spa sowieso; sie haben Zugang zu allen Sportaktivitäten, sämtlichen öffentlichen Einrichtungen, wie etwa das Amphitheater, das Korallen-Riff-Kino, der Polo-Strand, die Erotik-Bucht, die Porno-Lagune u.s.w. Sie genießen sogar Zugang zur Pont de Clochards, der Pennerbrücke, welche ursprünglich nur Bauträgern vorbehalten war, die dort zwischen Chateau Petrus und einer künstlich geschaffenen Kloake nächtigen, ganz einfach um auch mal das clochard’sche savoir vivre zu erleben. Aber das ist noch nicht alles. Denn schönheitschirurgische Eingriffe sind ebenso kostenfrei, wie die Nutzung der Bildungseinrichtungen. Frauen erfreuen sich auf Bauträger-Island eines stresslosen, verantwortungsfreien, sinnlosen, privilegierten Lebens. Um in dessen Genuss zu gelangen, müssen sie nicht wirklich viel tun, nur drei Dinge beherzigen: erstens, eine ästhetische Grundoptik vorweisen, über die der Bauträger-Island-Ästhetik-Rat  befindet (und die Auslegung ist durchaus großzügig bemessen, da des Mannes Präferenz von kapriziös bis Rubens reicht), zweitens, Sex unter Frauen ist verboten. Ja, ja, ja, liebe Zuhörer … die scharfsinnigen unter euch haben freilich die Heimtücke hinter diesem Verbot erkannt, hm? Und schließlich müssen sie, die Frauen, verschwinden, die Insel für immer verlassen, ja, gegebenenfalls sogar leiden, wenn sie entweder das Verfallsdatum überschritten haben, oder eine feste Beziehung eingegangen sind, die von ihnen beendet werden sollte; es ist dem Bauträger, und auch allen anderen männlichen Bewohnern mit dem blauen Band, nicht zuzumuten, als Verlassener seine Ex mit einem Rivalen zu sehen. Ausnahmen sind möglich, sofern der Verlassene freistellt.

Ein Wort zu den Natives und freiwilligen Luxussklaven …

Oft sind beide identisch, weil sich viele der die Arbeiten auf Bauträger-Island verrichtenden Sklaven aus den Natives rekrutieren. Aber im Prinzip kann jeder ein solcher Sklave werden. Der Begriff Sklave ist dabei nicht im ursprünglichen Sinne zu verstehen; es gibt keine körperlichen Züchtigungen mit Peitschen und dergleichen … Es geht eher um die Zementierung einer definierten Rollenverteilung, die mit Sklave und Bauträger-Island-Bewohner  polartig gegeben ist. Er, der Sklave, muss sich jedenfalls nur beim Bauträger-Island-Rat bewerben, genommen werden, und sich befristet für ein erkleckliches Honorar in den Dienst des Inselstaates stellen. Auf Bauträger-Island gehen ausschließlich glückliche Sklaven ihrer Neigung zur Gefügigkeit nach.

Natives sind die polynesischen Ur-Einwohner, die sich in den für sie bestimmten Arealen, den so genannten Out-Coasts, die etwa ein Drittel der Insel ausmachen, da, wo es besonders  schön sonnig ist, auch frei bewegen dürfen. Bauträger-Island-Bewohner haben dort die Rechte und Befindlichkeiten der Natives zu respektieren. Sex mit ihnen ist – bei Verbannung – strengstens verboten; eine Regelung, auf die insbesondere der Häuptling der Natives, Ndakondo Nduru, ein Parvenu übrigens, der sich gern in westlicher Garderobe verkleidet, bestand.

Niedere Chargen

Beteiligte der Bauträgerwelt, ohne selbst Bauträger zu sein. Hierzu zählen leitende Angestellte in den Verwaltungsbüros von Bauträgern ebenso wie Architekten, Immobilienvertriebe, Makler, Grafiker, die für Bauträger designen, und so weiter. Explizit ausgenommen sind Rechtsanwälte und Steuerberater, auch wenn sie ausschließlich für Bauträger tätig sind; die diese beiden Berufsgruppen auszeichnenden Eigenschaften, insbesondere die Bedenkenträgerei und das Besserwisserische, vertragen sich nicht mit dem Wesen des Bauträgers. Ausnahmen können nach Antragstellung vom Bauträgerrat, sprich der Regierung in Bauträger-Island, erlassen werden, jedoch ist das vorangehende Prozedere besonders aufwendig; so zum Beispiel muss der Antragsteller ein einjähriges Unterwürfigkeitsritual über sich ergehen lassen und den abschließenden Demutstest bestehen.

Zu den niederen Chargen zählt auch die Gattung des Vertriebskoordinators, ein Hybrid aus Makler, Immobilienvertrieb und Bauträgerfreund. Dieser Faktor der Bauträgerwelt verdient besondere Aufmerksamkeit, weil er unique ist. Seine Singularität – ja, liebe Zuhörer, der Urknall entstand aus einer solchen – schöpft sich aus den besonderen Fähigkeiten, die ihm inne wohnen. Er ist der Schmierstoff, der das Räderwerk der  Bauträgerwelt geschmeidig hält. Er ist des Bauträgerschiffes Kraftstoff  im Universum eines unendlichen Obdachtraums. Er, der Vertriebskoordinator, ist zugleich Monster, Hure, Kapitalbeschaffer, Mediator, Verkäufer, EDV-Experte, Spion, Faultier und manchmal der Fleiß in Person. Und mitunter, in bestimmten, seltenen Konstellationen, die vom Schicksal gewoben ein Netz aus Begehrlichkeiten und Chancen in die Flut der Geschehnisse werfen, steigt er auf, erhebt sich,  über die Wasser, und schreibt sein Diktat in die Welt. Dann beginnt sie, die Metamorphose, und Gestalt um Gestalt wird durchwirkt; so gewandelt, erblickt er schließlich …

Verdammt nochmal, jetzt steh endlich auf! Raus aus der Soße! Saufen bis zum Umfallen, aber nicht arbeiten können! Was ist mit dir los? Bist du ein Mädchen?“

Lennert, verblüfft wie enttäuscht zugleich, vor sich das wutschnaubende Gesicht seiner Frau, fuhr aus dem Schlafe empor und im allerletzten, den verlorenen Traum bedauernden Moment … sah er ihn, den neu geborenen Bauträger.“

Aperçu d’Amour

Die Götter in ihrer Leidenschaft fürs Leben haben dich erkoren, sich selbst zu beweisen, ihrer Daseinsberechtigung zu entsprechen … Entfacht von deiner Ausstrahlung, betäubt von deiner Schönheit bin ich gern der Nenner in deren göttlicher Gleichung. Und du mögest der Zähler sein, und der Gleichung Resultat den Weg in die Ewigkeit weisen.

LETTRE AUX FILS 3.0

A Hommage in three languages: English, German and Russian.

Three souls, three bodies, three sons. How can you measure pride? By my tears of joy that inevitably break out in the face of three personalities who are about to take life in their stride? By the worries that haunt me as I release my offspring into a demanding, sometimes hostile world? By the anticipation that overwhelms me when I think of the boys‘ achievements? By my ostentatious display of the presence of this life of three potentates? Whatever it is, I feel Olympus. 

Once I washed their asses, today they teach me perspectives. And are my fixed star.

GERMAN:

Drei Seelen, drei Körper, drei Söhne. Wie kann man den Stolz messen? An meinen Freudentränen, die unweigerlich angesichts dreier Persönlichkeiten ausbrechen, die sich anschicken, das Leben in die Hand zu nehmen? An den Sorgen, die mich heimsuchen, wenn ich meinen Nachwuchs in eine anspruchsvolle, manchmal feindselige Welt entlasse? Durch die Vorfreude, die mich überwältigt, wenn ich an die zukünftigen Leistungen der Jungen denke? Durch meine ostentative Zurschaustellung der Gegenwart dieses Lebens von drei Potentaten? Was auch immer es ist, ich fühle den Olymp. 

Einst wusch ich ihnen den Hintern, heute lehren sie mich Perspektiven. Und sind mein Fixstern.

на русском языке

Три души, три тела, три сына. Чем можно измерить гордость? Слезами радости, которые неизбежно вырываются у меня при виде трех личностей, готовящихся взять жизнь в свои руки? Тревогами, которые преследуют меня, когда я выпускаю своих отпрысков в требовательный, порой враждебный мир? Предвкушением, которое переполняет меня, когда я думаю о будущих достижениях малышей? Моим показным присутствием в этой жизни трех богатырей? Что бы это ни было, я чувствую себя на Олимпе. 

Когда-то я мыл им задницы, теперь они учат меня перспективам. И являются моей неподвижной звездой.